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Auf Einladung von Gouverneur Tsvetan Asenov besuchte Landrat Frank Scherer mit fünfzehn Bürgermeistern und Kreisräten des Ortenaukreises vom 18. Mai bis 23. Mai 2013 die bulgarische Partnerregion Vidin.

Nach einem Kurzbesuch in der Hauptstadt Sofia, wo sich die Delegation beim Vorsitzenden des bulgarischen Hotel- und Gaststättenverbands Blagoj Ragin über den Tourismus in Bulgarien informierte, führte die Reise über das landschaftlich beeindruckende Rila-Gebirge zur Partnerregion in Vidin. Höhepunkt der Reise war neben Begegnungen und Gesprächen mit Politikern und Vertretern der Regionalverwaltung Vidin ein kommunalpolitischer Kongress, an dem sich die Ortenauer Gemeindevorsteher mit den Bürgermeistern der Partnerregion über ihre tägliche Arbeit aber auch über das kommunale Wahlsystem, Gemeindefinanzierung, Fördermittel und aktuelle Gemeindeprojekte austauschten.

„Vor zwei Jahren besuchten wir mit einer Ortenauer Wirtschaftsdelegation unsere bulgarische Partnerregion zum ersten Mal. Jetzt haben wir Vidin und den Ortenaukreis auf kommunaler Stufe wieder zusammengebracht, weil diese Ebene die Stärke unserer Kommunen ausmacht“, bilanzierte Landrat Frank Scherer. „Ich freue mich, dass so viele Bürgermeister mich begleitet haben“, so Scherer weiter. „Es gab sympathische Begegnungen und wir haben wichtige Kontakte geknüpft. Das gegenseitige Interesse lässt Vertiefungen der Beziehungen erwarten.“ Unabhängig von den kommunalen Begegnungen mit den Bürgermeistern wurden während der Exkursion verschiedene Projektfelder in Fokus genommen, etwa im Bereich Logistik. So war die Donaubrücke in Vidin, die am 2. Juli eröffnet werden soll, weiteres Ziel der Delegation. Der Neubau wurde von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Sie ist erst die zweite feste Querung der Donau zwischen Bulgarien und Rumänien. Von der schnellen und komfortablen Verbindung zwischen dem bulgarischen Vidin und dem Ort Calafat in Rumänien werden bessere wirtschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern erwartet. „Damit werden neue Perspektiven eröffnet, die es zu nutzen gilt“, so Scherer.

Barbara Albermann, Referentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Landratsamt Ortenaukreis, nutzte die Gelegenheit, interessierte Jugendliche, Bildungsbeauftragte und Schulvertreter aus Vidin über das von Landrat Scherer initiierte Qualifizierungsprogramm Ortenau-Vidin „Jugend ohne Grenzen- unsere gemeinsame Zukunft“ zu informieren. Albermann beschrieb das duale Ausbildungssystem in Deutschland und stellte Praktikantenplätze in sogenannten „Mangelberufen“ wie Restaurantfachkräfte, Köche, Bäcker und Altenpfleger vor, die Ortenauer Firmen und Einrichtungen für bulgarische Jugendliche zur Verfügung stellen. Das Programm wird unter anderen von der Agentur für Arbeit und der Handwerkskammer als Projektpartner unterstützt. Die Baden-Württemberg-Stiftung hat eine finanzielle Unterstützung des Projekts signalisiert. „Wir rechnen bereits in den nächsten Tagen mit den ersten Bewerbern aus Vidin für Praktikumsplätze in Ortenauer Unternehmen“, kündigte Scherer an.
Das dicht gedrängte Begegnungsprogramm enthielt auch Besichtigungen touristischer Attraktionen wie die Baba Vida Festung, die Magura Höhlen und die Felsen von Belogradchik. Der Delegation gehörten neben Landrat Frank Scherer und Barbara Albermann die Kreisräte Karlheinz Axt (FDP), Gerd Baumer (Bündnis90/Die Grünen), BM Bernd Bruder (CDU), BM Carsten Erhardt (FDP), BM Günter Gorecky (SPD), BM Hans-Peter Heizmann (CDU), BM Henry Heller (CDU), BM Dr. Christoph Jopen (SPD), BM Hans-Martin Moll (Freie Wähler), BM Siegfried Scheffold (Freie Wähler), BM a.D. Horst Wimmer (Freie Wähler), BM Heinz Winkler (Freie Wähler), BM Manfred Wöhrle (Freie Wähler), Lautenbachs Bürgermeister Karl Bühler (teilweise in Begleitung ihrer Partnerinnen).

Der Kreistag des Ortenaukreises hatte sich im Oktober 2010 für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Region Vidin ausgesprochen. Im April 2011 unterzeichneten der damalige Gouverneur Plamen Stefanov und Landrat Frank Scherer das Partnerschaftsabkommen zwischen der Region Vidin und dem Ortenaukreis. Dabei sollen neben dem interkulturellen Austausch der Partner in einem Europa der Regionen auch wirtschaftliche Potentiale genutzt werden.