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Praktikantinnen und Praktikanten aus Vidin

Landrat Frank Scherers Qualifizierungsprogramm Ortenau-Vidin ist erfolgreich gestartet. Auf Vermittlung des Landratsamts Ortenaukreis haben Anfang Juli acht Absolventen beruflicher Gymnasien aus der bulgarischen Partnerregion Vidin Praktikumsstellen in Ortenauer Unternehmen angetreten.
Ziel des Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin „Jugend ohne Grenzen – unsere gemeinsame Zukunft“ ist neben der Bildungskooperation mit Schulen der Partnerregion, junge Vidiner Schulabsolventen, aber auch Arbeitskräfte, die aus der Region Vidin stammen, für eine Berufsausbildung oder Weiterqualifizierung bis hin zum Studium in der Ortenau zu gewinnen.

Die zwischen 17 und 18 Jahre alten Schülerinnen und Schüler nehmen alle an einer Bildungskooperation zwischen dem Ortenaukreis und einigen beruflichen Schulen in Vidin teil und haben großes Interesse an einer dualen Ausbildung in Deutschland. „Durch das Praktikum hoffe ich, mein Deutsch zu verbessern und einen Einblick in die Arbeitswelt der deutschen Unternehmen zu bekommen“, so Praktikantin Aleksandra Alexandrova.

Die bulgarischen Jugendlichen werden in den nächsten Wochen in den Europa Park Hotels, den Hotels Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach, Adler in St. Roman und Mercure in Offenburg sowie beim Metallbaubetrieb Baier GmbH in Renchen mitarbeiten. „Allen Betrieben, die einen Praktikumsplatz zur Verfügung gestellt haben und auch der Arbeitsagentur Offenburg, die uns bei der Suche nach Plätzen unterstützt hat, bin ich sehr dankbar“, so Landrat Scherer.

„Und das ist erst der Anfang“, sagte Marcus Beck, Personalleiter Europa Park Hotels. Unter diesem Leitsatz stehe eine Ausbildung im Europa-Park. Schon seit vielen Jahren arbeite der Europa-Park mit Menschen aus verschiedensten Nationen aus Europa und der ganzen Welt mit großem Erfolg zusammen.“ Für uns als Europa-Park ist es wichtig, den europäischen Gedanken zu leben und als Chancengeber jungen Menschen aus ganz Europa die Möglichkeit zu eröffnen ein Berufspraktikum durchzuführen um darauf folgend eventuell eine Berufsausbildung zu absolvieren“, so Beck weiter.

Torsten Denkmann von der Agentur für Arbeit in Offenburg erklärt: „ Auf den ersten Blick scheint eine duale Ausbildung in Deutschland für ausländische Jugendliche wenig reizvoll und lukrativ. Dieser Eindruck trügt jedoch: die duale Ausbildung ist ein wesentliches Element einer fundierten beruflichen Zukunft, die sich auf jeden Fall auszahlt. Um den Praktikanten einen besseren Eindruck vom deutschen Ausbildungssystem zu vermitteln, werden wir die Jugendlichen im Rahmen ihres Aufenthalts in der Ortenau in das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Offenburg einladen und zu den Themen Ausbildung/Berufswahl sowie MobiPro-EU, einem Sonderprogramm zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa, informieren.“

Keinesfalls soll der Eindruck entstehen, so Landrat Scherer, dass mit dem Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin, das im Rahmen der Kreispartnerschaft mit der Partnerregion Vidin in Bulgarien entstanden ist, ausschließlich Fachkräfte aus dieser Region abgeworben werden sollen. Das während einer dualen Ausbildung oder eines Studiums hier erworbene Know-How soll möglichst wieder in die Partnerregion zurückfließen und zur regionalen Wirtschaftskraft beitragen.

„Ich freue mich, dass wir acht junge Menschen aus Vidin für ein Praktikum in der Ortenau gewinnen konnten, und dass wir Betriebe und eine Gastfamilie gefunden haben, die recht kurzfristig Wohnraum zur Verfügung gestellt haben. Die Praktikanten wurden alle herzlich aufgenommen. Zwar beteiligen sich die Unternehmen an den Unterbringungskosten durch freie Kost und teilweise auch Logis für die Jugendlichen aus Vidin, allerdings hätten wir ohne die finanzielle Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung das Projekt alleine nicht stemmen können. Über die Übernahme der Reisekosten und teilweise auch der Aufenthaltskosten durch die Baden-Württemberg Stiftung bin ich sehr froh“, so Scherer.

Die Baden-Württemberg Stiftung will mit ihren Programmen und Aktivitäten dazu beitragen, dass das Land Baden-Württemberg die Vorreiterrolle bei seiner Innovationskraft auch in Zukunft behaupten kann. Seit über zehn Jahren investiert die Stiftung gezielt und intensiv in zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien, vielfältige Bildungsmaßnahmen und in die soziale Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger. Mit der Unterstützung von Projekten in den Bereichen Bildung, Zivilgesellschaft und Kultur setzt die Baden-Württemberg Stiftung ihr langjähriges Engagement im Donauraum fort.