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Rund 50 Bürgerinnen und Bürger der LEADER-Bewerberregion Ortenau fanden sich am Mittwochabend im Kurhaus zum „Alde Gott“ in Sasbachwalden zum zweiten Themenabend im LEADER-Bewerbungsprozess der Region Ortenau ein. Unter dem Motto „Lebendige Freizeitregion“ diskutierten die Teilnehmer erste Handlungsfelder in den Bereichen Tourismus, Kultur und Freizeit. Die Ergebnisse aller sechs Themenabende werden in einem regionalen Entwicklungskonzept zusammengefasst, das Hauptbestandteil der Bewerbung als LEADER-Region sein wird.

Fünf wichtige Handlungsfelder der Zukunft haben die Teilnehmer entwickelt und gemeinsam konkretisiert. Eines davon ist die Barrierefreiheit (1). „Wir brauchen eine umfassende Bestandserhebung zur barrierefreien Erreichbarkeit von Gastronomie, Hotels, Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten. Auch das ÖPNV-Angebot müssen wir verstärkt barrierefrei gestalten, um einen regionalen Gesamtnutzen zu erzeugen“, so das Fazit der Teilnehmer.

Darüber hinaus sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die bessere Vernetzung (2) der Beteiligten untereinander als weiteres wichtiges Entwicklungsziel, vor allem mit Blick auf die Schaffung von zielgruppengerechten Angeboten und deren Vermarktung.

Der Nationalpark (3) wird als große Entwicklungschance für die Region gesehen, von der auch die touristischen Einrichtungen profitieren können. „Wir müssen unsere zentralen Alleinstellungsmerkmale besonders im direkten Vergleich zu anderen Nationalparkregionen herausfinden und professionell – auch international –vermarkten“, so die Teilnehmer. Die Schaffung von Erlebnissen in und um den Nationalpark sowie die Ausrichtung auf einen Ganzjahrestourismus sollen dabei die Schwerpunkte der Entwicklung sein.

Außerdem soll das große touristische Potenzial des Naturraums insgesamt (4) besser erlebbar gemacht werden. Hierbei sind Spezialisierungen in unterschiedlichen Bereichen möglich: Themenwanderungen, Vernetzung der Mountainbikestrecken sowie die besondere Nutzung der Potenziale „Ruhe“ und „Wildnis“ wurden als Beispiele genannt.

Das Thema Erlebnis stand auch in der Diskussion um die Weiterentwicklung der kulturellen Angebote (5) der Region im Vordergrund. „Die engen Verbindungen mit dem Elsass sollten im Sinne einer „musikalischen Brücke“ besser genutzt werden“, stellten die Teilnehmer fest. Das Festival „Vox Rheni“ sowie ein Forum für Chormusik böten hierbei einen ersten konkreten Ansatzpunkt.

Tourismusexpertin Andrea Talevski vom Büro entra Regionalentwicklung hob in ihrer Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse hervor: „Die Region Ortenau bietet vielfältige Themen, die eine bessere touristische Positionierung ermöglichen. Es ist jedoch von besonderer Bedeutung, die Alleinstellungsmerkmale der Ortenau zu identifizieren und für den Gast erlebbar zu machen. Dies ist nur zu erreichen, wenn Kirchturmdenken überwunden und alle touristischen Akteure in der Region stärker vernetzt werden.“

Bis Ende Juli folgen noch vier weitere Themenabende mit jeweils unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Der nächste Themenabend „Lebenslanges Lernen“ findet am Montag, 7. Juli, ab 18 Uhr im Audimax des BildungsCampus in Gengenbach statt. Alle Termine und Ergebnisse, weitere relevante Informationen sowie die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner sind im Internet unter www.lag-ortenau.de zu finden.