Hilfsnavigation

  • Tulpen
  • Kulinarische Ortenau.
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.

Der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises hat in seiner heutigen Sitzung dem Kreistag empfohlen, den Kinder- und Jugendhospizdienst des Hospizvereins Offenburg e. V. mit jährlich 20.000 Euro zu unterstützen. Die Fördermittel sollen ab 2015 im Kreishaushalt bereitgestellt werden.

„Der Kinder- und Jugendhospizdienst leistet eine äußerst wichtige Arbeit. Er ist für schwerstkranke, trauernde oder pflegende Kinder die einzige Anlaufstelle kreisweit“, erklärt Sozialdezernent Georg Benz. Der Verein hilft Kindern, individuelle und familienbezogene Probleme bewältigen zu können. Die Förderung durch den Landkreis sei daher dringend notwendig und angemessen.

Der Hospizverein betreut seit 2012 neben Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie Kinder und Jugendliche, die um Familienmitglieder trauern oder ihre kranken Eltern pflegen. Hierzu beschäftigt der Verein eine hauptamtliche Fachkraft, die kranke und trauernde Kinder sowie deren Angehörige begleitet. Die Fachkraft hat zudem die Aufgabe, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen und zu schulen sowie sämtliche Verwaltungsangelegenheiten zu erledigen.

Im Jahr 2013 begleitete der Hospizdienst sieben kranke Kinder und deren Angehörige, mehr als 40 trauernde Kinder sowie vier pflegende Kinder. Diese Zahlen waren bereits im April 2014 erreicht.

Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren lediglich für schwerstkranke Kinder bis hin zur Sterbebegleitung einen Zuschuss. Die Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen wird nicht gefördert. Die Leistungen der Kassen und die Mitgliedsbeiträge decken die Kosten des Hospizdienstes von rund 100.000 Euro im Jahr zu rund einem Fünftel. Durch Spenden und Bußgelder beabsichtigt der Verein, weitere 60.000 Euro aufzubringen. „Da die Anschubfinanzierung durch Stiftungsmittel ausläuft, beteiligt sich der Ortenaukreis in Zukunft mit 20.000 Euro im Jahr. Damit steht das Projekt weiterhin auf einer kalkulierbaren Grundlage“, so Benz.