Hilfsnavigation

  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Tulpen

Unter dem Leitthema „Grünlandbewirtschaftung unter schwierigen Standortverhältnissen“ steht der 22. baden-württembergische Grünlandtag, der am Mittwoch, 18. Juni, in Fischerbach stattfindet. Hierzu laden gemeinsam das Landwirtschaftliche Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW), das Regierungspräsidium Freiburg, das Landratsamt Ortenaukreis sowie der Maschinenring und Betriebshilfsdienst Ortenau ein. In diesem Jahr dreht sich die Fachtagung für Landwirte in erster Linie um die produktive Nutzung von Grünland in Steillagen des Schwarzwaldes als leistungsgerechtem Futter für Milchkühe und um die umweltschonende Ausbringung von Gülle an Hängen. Insbesondere geht es darum, welche Perspektiven sich für die Milchkuhfütterung in Grünlandregionen ergeben und durch welche Maßnahmen die Grundfutterleistung speziell auf Problemstandorten gesteigert werden kann.

Bürgermeister Armin Schwarz eröffnet die Veranstaltung um 9.30 Uhr mit einem Grußwort in der Brandenkopfhalle. Im Anschluss daran wird Herr Ministerialdirigent Joachim Hauck vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz einen Überblick über aktuelle Fragen der Agrarpolitik unter besonderer Betrachtung des Grünlandes geben. Die Problematik der Bewirtschaftung schwieriger Lagen wird in Impulsreferaten von zwei Bauern aus der Region beschrieben. Heinrich Uhl und Martin Schmieder werden ihre Sicht der Situation und die Erwartungen der praktizierenden Landwirte an die Politik auf den Punkt bringen.

Im Hauptreferat des Vormittags widmet sich Dr. Martin Rex von der AG Hüttenkalk einer für die Grundfutterproduktion im Schwarzwald sehr wichtigen Frage: die Auswirkungen der Grunddüngung auf die Qualität und den Ertrag bei Grünland. Hier stehen ihm auch die Ergebnisse des Grünlanddüngungsversuches in St. Peter zur Verfügung, der mit mehr als 60 Jahren Versuchsdauer eine für Süddeutschland sehr seltene Versuchshistorie aufweisen kann und entsprechende Aussagekraft besitzt.

Der diesjährige Grünlandtag gilt überdies als Fortbildungsveranstaltung für den Sachkundenachweis im Pflanzenschutz. Zu diesem Aspekt wird Berater Klaus Kress vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald referieren.

Das Besichtigungsprogramm am Nachmittag beginnt um 14.00 Uhr mit einem Rundgang von vier Stationen auf dem Prinzbachhof der Familie Schmieder, Waldstein 6. Hierbei werden praktischen Fragen der Grünlandbewirtschaftung, erläutert. Prof. Dr. Martin Elsäßer vom LAZBW spricht über die Möglichkeiten und Chancen unterschiedlicher Methoden der Grünlandverbesserung. Jürgen Neumaier vom Landratsamt Ortenaukreis berichtet über die erfolgreiche Weideführung von Milchkühen auf Steilflächen, und Klaus Kress und Benedikt Himmelsbach erläutern die Möglichkeiten der Gülleausbringung per Verschlauchung am Hang. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Dr. Melanie Seither vom LAZBW stehen die Verunkrautung mit Jakobskreuzkraut, Adlerfarn und Stumpfblättrigem Ampfer sowie die Möglichkeiten der Bekämpfung. Am Ende des Nachmittagsprogramms führt der Maschinenring des Ortenaukreises die gängigen Nachsaatgeräten und die Gülleverschlauchung am Hang vor. Zudem führt Wilhelm Wurth vom LAZBW in Aulendorf durch die Versuchsparzellen mit leguminosenreichen Ansaatmischungen am Ortseingang von Fischerbach.

Ansprechpartner für weitere Fragen sind Jürgen Neumaier, Landratsamt Ortenaukreis (Tel. 0781 805 7193; E-Mail: juergen.neumaier@ortenaukreis.de) oder

Prof. Dr. Martin Elsäßer, Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg Aulendorf (Tel. 07525-942-351; E-Mail: martin.elsaesser@lazbw.bwl.de).