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Im April 2014 ist die Zahl der von der Kommunalen Arbeitsförderung (KOA) betreuten Arbeitslosen um 1,1 Prozent auf 4.500 gesunken. Dies liegt im Wesentlichen darin begründet, dass die Zahl der Arbeitsmarktintegrationen gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen ist (um 68 auf 226), wodurch die Arbeitslosenstatistik entsprechend entlastet wurde.
Zeitgleich haben die Fallzahlen bei der KOA geringfügig zugelegt: So hat die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und die der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im aktuellen Monat jeweils um 0,6 Prozent zugenommen.

„Der Anstieg der Arbeitsvermittlungen freut uns natürlich“, kommentiert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, die aktuelle Situation. „Gleichwohl hätten wir uns gewünscht, dass auch die Zahl der Leistungsberechtigten rückläufig ist. Aber ein erheblicher Anteil der Vermittelten erhält offensichtlich keine existenssichernden Vergütungen, so dass wir zumindest noch ergänzende Geldleistungen gewähren müssen.“

Bemerkenswert ist ferner der kräftige Rückgang der Arbeitsgelegenheiten (sog. „1-Euro-Jobs“) um 72 auf 311. Hintergrund ist hier die mit Wirkung zum 1. April 2012 per Gesetz erfolgte Beschränkung der Dauer dieser Fördermaßnahmen auf individuell maximal 24 Monate, die nun zeitversetzt auf den aktuellen Teilnehmerbestand durchschlägt.
„Durch diese gesetzlichen Restriktionen fallen viele Maßnahmeteilnehmer sozialpolitisch in ein Loch mit unabsehbaren Folgen für die betroffenen Menschen“, zeigt sich Mittelstädt enttäuscht über die jüngsten Entwicklungen.
Derzeit betreut die KOA 8.118 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 16.236 Leistungsempfängern. Von ihnen erhielten 10.857 erwerbsfähige Personen Arbeitslosengeld II und 5.379 Nichterwerbsfähige Sozialgeld. 4.500 Personen gelten gemäß den gesetzlichen Kriterien als arbeitslos und 4.147 Personen als sogenannte „nicht arbeitslose Arbeitsuchende“. Hierzu gehören insbesondere Alg II-Empfänger, die sich in Arbeitsfördermaßnahmen befinden oder über 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und nur ergänzende Leistungen erhalten. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen beträgt 8.647. Hinzu kommen 2.210 reine Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter 3 Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten.

Im April haben 197 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 29 Arbeitsaufnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Insgesamt haben im Berichtsmonat 226 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.