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Wasserrahmenrichtlinie

Ziel der im Jahr 2000 in Kraft getretenen EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist bis spätestens 2021 den „guten Zustand“ der Gewässer zu erreichen.

Der „gute Zustand“ umfasst einen guten ökologischen und chemischen Zustand der oberirdischen Gewässer und die Schaffung eines guten chemischen und mengenmäßigen Zustands des Grundwassers.

Handlungsbedarf besteht vor allem bei der

- Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und Kleinlebewesen,
- Mindestwassermenge in Ausleitungsstrecken von
  Wasserkraftanlagen und
- Gewässerstruktur.

An allen größeren Ortenauer Flüssen - Acher, Rench, Kinzig, Schutter und Elz - wurden Programmstrecken für Durchgängigkeit, Mindestwasser und Gewässerstruktur ausgewiesen, an denen die erforderlichen Maßnahmen vorrangig umzusetzen sind.

Um die Durchgängigkeit an Wanderungshindernissen wie Wehren oder Abstürzen herzustellen, müssen Fischtreppen oder raue Rampen gebaut werden. Außerdem muss eine ausreichende Mindestabflussmenge im Gewässer verbleiben. Damit werden Fischwanderungen ermöglicht und das Fließgewässer als Lebensraum zurückgewonnen.

Für einige Bereiche haben die bisherigen Untersuchungen eine unzureichende Wasserqualität der Fließgewässer ergeben. In den betroffenen Gebieten Schutter-Unditz, und Acher-Acherner Mühlbach wurden vertiefte Untersuchungen durchgeführt und zusätzliche Maßnahmen entwickelt. Aktuell wird das Gebiet Dreisam-Elz näher untersucht, das bis in den südlichen Ortenaukreis hineinreicht.

Die Grundwasserqualität ist im Gebiet Ortenau-Ried beeinträchtigt. Hier wurde mehrfach eine erhöhte Nitratkonzentration festgestellt. Da diese Belastungen überwiegend durch Düngemittel verursacht werden, ist hier die Mitwirkung der Landwirte erforderlich.

Das Regierungspräsidium Freiburg hat als zuständige Flussgebietsbehörde für die Gewässer im Ortenaukreis in Abstimmung mit dem Landratsamt ein Maßnahmenkonzept erarbeitet, mit dessen Hilfe der gute Zustand erreicht werden soll.

Da das Ziel im Zeitraum des ersten Bewirtschaftungsplanes noch nicht erreicht wurde, sieht der Zeitplan der WRRL vor, dass weitere Maßnahmen bis 2021 umgesetzt werden. Begleitend dazu läuft landesweit ein Monitoringprogramm, mit dem der Zustand der Gewässer in regelmäßigen Zeitabständen dokumentiert wird. Die fristgerechte wasserrechtliche Umsetzung der umfangreichen Maßnahmen ist unsere Aufgabe bei der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt.

Nähere Informationen zu diesem Thema unter:

Allgemeine Informationen zur Wasserrahmenrichtlinie
Wasserrahmenrichtlinie im Regierungsbezirk Freiburg
Fördergrundsätze Kleine Wasserkraft