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Über die Arbeit des Unterausschusses „Gesamtstrategie Ländlicher Raum“ (GSLR) im Jahr 2013 legte der Vorsitzende des Ausschusses, Dezernent Edwin Dreher, im Rahmen der heutigen Kreistagssitzung des Ortenaukreises vor den Kreistagsmitgliedern Rechenschaft ab.Im zurückliegenden Jahr seien viele Projekte auf Initiative des Unterausschusses auf den Weg gebracht, fortgesetzt oder abgeschlossen worden, die zur Stärkung des ländlichen Raums und somit des Standorts beitragen, berichtete Dreher. „Ein Highlight ist gewiss der Imagefilm Hausarzt. In Kooperation mit dem Hausärzteverband wirbt er auf dem Onlineportal für Mediziner mit den Vorzügen und Angeboten der Ortenau und bietet jungen Ärztefamilien Anreize, sich in der Region niederzulassen“, so der Dezernent weiter. Der Film sei ein wichtiger Baustein in den Bemühungen der 2012 gegründeten Arbeitsgruppe zur Sicherstellung der kreisweiten ärztlichen Versorgung.Unter den zahlreichen Initiativen zur Stärkung des ländlichen Raums hob Dreher besonders folgende Projekte hervor:Im April 2013 konnte Landrat Frank Scherer unter dem Thema „Sagen und Mythen der Ortenau“ 30 E-Bike- und Tourenradstrecken eröffnen. Dieses Naturerlebnis- und Freizeitangebot wurde im Rahmen der Weiterentwicklung der Tourismus-Konzeption geschaffen. Am Folgeprojekt, einem Sagenrundwanderweg, wird derzeit gearbeitet.Um eine bessere Bewertung der Bewirtschaftung von Steillagenflächen erreichen beabsichtigt die Arbeitsgruppe, die sich mit der Offenhaltung der Landschaft beschäftigt, eine Resolution zur Änderung des Naturschutzgesetzes an die Landesregierung zu richten. Die Pflege von Steillagen soll beispielsweise als Ausgleichsmaßnahme anerkannt werden.Das Projekt „Hagelflieger“ ist als gemeinsames Projekt von Weinbau und Landwirtschaft auf den Weg gebracht. Dabei soll der Einsatz von Kleinflugzeugen organisiert werden, die Silberiodid in Gewitterzellen ausbringen, um damit Hagelschäden zu minimieren. Aktuell werden die Wirksamkeit, ökologische Unbedenklichkeit sowie Organisation und Finanzierung noch diskutiert.Eine weitere Projektgruppe hat Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Erstversorgung besonders im ländlichen Raum diskutiert. Zusammen mit dem DRK- Kreisverband wurde das Modell „Helfer vor Ort“ weiter entwickelt. Die einzelnen Ortsverbände sollen nach vorhandenen Vorbildern (z. B. Schuttertal) Ersthelfer ausbilden, die etwa bei Unfällen Hilfe sicherstellen und bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen aufrechterhalten.Nach dem erfolgreichen Start des Bildungsatlas Ende 2012, einem Onlineportal, in dem alle Schulen und Kindertageseinrichtungen des Ortenaukreises mit ihrer Lage und ihrem pädagogischen Profil verzeichnet sind, können inzwischen auch die Träger der Kindertagespflege dort online abgerufen werden. Im vergangenen Jahr konnte zudem die Vernetzungsstelle Bürgerschaftliches Engagement ihre Arbeit aufnehmen und in ersten Veranstaltungen bereits zahlreiche Ehrenamtliche zusammenbringen und Impulse weitergeben. Ebenso auf Empfehlung des Unterausschusses hat das Landratsamt Ortenaukreis einen Masterplan Breitband in Auftrag gegeben, auf dessen Basis ein leistungsstarkes Glasfasernetz zur besseren Breitbandversorgung im Kreis gebaut werden soll. Auch die in den Gemeinden des Ortenaukreises durchgeführten kommunalen Energietage gehen auf die Initiative des Unterausschusses zurück. Das Landratsamt gewährt den Kommunen hierfür jeweils 500 Euro.Der Unterausschuss „Gesamtstrategie Ländlicher Raum“ setzt sich aus 18 Mitgliedern des Kreistags und 17 Experten, die die verschiedenen Einrichtungen und Akteure im Ländlichen Raum repräsentieren, zusammen. Weitere Gäste und Vertreter der Kreisverwaltung begleiten die Ausschusssitzungen. Er hat Projekte aus den Bereichen Kulturlandschaft und Tourismus, Bildung, Arbeit und Soziales, Infrastruktur sowie ärztliche Versorgung entwickelt. „Der Unterausschuss arbeitet interdisziplinär und durch die Mischung aus Politik und externem Sachverstand auf hohem Niveau“, so Dreher.