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Die MediClin Klinik an der Lindenhöhe ist eine von sechs Standorten, an denen im Rahmen eines Modellversuchs des Sozialministeriums eine Traumaambulanz für Opfer von Gewalttaten eingerichtet wird. In den Ambulanzen in Aalen, Esslingen, Offenburg, Ravensburg, Reutlingen und Schwetzingen können Menschen nach einer Gewalterfahrung rund um die Uhr unmittelbare psychotherapeutische Betreuung finden. Der Modellversuch ist zunächst auf drei Jahre befristet. Im Anschluss daran wird überprüft, ob auch eine landesweite breitere Einführung von Traumaambulanzen sinnvoll ist.„Die Traumaambulanz soll für Opfer von Gewalttaten, die sich psychisch in einer außerordentlich belastenden Situation befinden, eine schnellere und qualifizierte Hilfe gewährleisten“, erklärt Sozialdezernent Georg Benz vom Landratsamt Ortenaukreis. Traumatische Erlebnisse wie Gewalterfahrung können schwere psychische Probleme wie Depressionen, anhaltende Ängste oder eine sogenannte Posttraumatische Belastungsstörung auslösen. Bei Opfern von Gewalttaten sollte nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Therapie möglichst unmittelbar nach einem traumatisierenden Ereignis einsetzen. In dieser frühen Zeit lässt sich die Entstehung einer posttraumatischen Belastungsstörung besonders gut behandeln. Dazu kann die psychotherapeutische Soforthilfe in der geplanten Traumaambulanz beitragen. „Wir sind jetzt konkret in der Planungsphase und arbeiten in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Ortenaukreis, die Vorbereitungen sind bereits angelaufen. In einigen Wochen werden wir die ersten Patienten in der Traumaambulanz behandeln können“, berichtet PD Dr. Ulrich Frommberger, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Erwachsene) der MediClin Klinik an der Lindenhöhe. Eine Anmeldung erfolgt dabei entweder durch den Betroffenen selbst oder durch die ambulant behandelnden Ärzte. „Der große Vorteil der Traumaambulanz besteht darin, dass die gutachterliche Beurteilung mit der Therapie einhergehen kann, so dass dies für die Opfer eine Beschleunigung des Entschädigungsverfahrens darstellt“, so Georg Benz.Seit vielen Jahren koordiniert der Ortenaukreis in der „Arbeitsgemeinschaft Opferberatung“ die Zusammenarbeit zahlreicher Institutionen, um die Unterstützung von Opfern physischer, psychischer und sexueller Gewalt zu verbessern. „Wir freuen uns, dass im Rahmen des Modellversuchs Traumaambulanz nun ein Baustein zur Verbesserung der Hilfen hinzu kommt“, kommentiert Ullrich Böttinger, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste beim Landratsamt Ortenaukreis den Modellversuch. Mit der Traumaambulanz wird das umfangreiche Behandlungsangebot der MediClin Klinik an der Lindenhöhe auf dem Gebiet der Traumatherapie zusätzlich zur Traumastation in Offenburg und dem MediClin Traumazentrum in Durbach noch erweitert, was eine mehrstufige Traumatherapie ermöglicht.Im Ortenaukreis wird die Therapieform über das Versorgungsamt beim Landratsamt Ortenaukreis finanziert. Die Traumaambulanz der MediClin Klinik an der Lindenhöhe ist zuständig für den Raum Südbaden.Die MediClin Klinik an der Lindenhöhe in Offenburg ist ein Akutkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Die Klinik verfügt über 173 Betten und beschäftigt 286 Mitarbeiter.Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 34 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und elf Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.100 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 8.500 Mitarbeiter.