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Der Ortenaukreis entwickelt auf der Grundlage von prognostizierten Eckwerten zum Pflegebedarf das vorhandene Netz an stationären Dauerpflegeplätzen weiter. Dies hat der Sozialausschuss des Ortenaukreises in seiner heutigen Sitzung beschlossen. „Es ist uns wichtig, weiterhin für eine flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerecht Pflegeinfrastruktur zu sorgen. Die Verwaltung wird hierzu Städte und Gemeinden, Heimträger und Investoren entsprechend beraten“, erklärte Sozialdezernent Georg Benz.Der Ortenaukreis rechnet damit, dass die Nachfrage nach Pflegeplätzen weiterhin moderat ansteigen wird. Für diese Einschätzung liegen dem Landratsamt Ortenaukreis folgende Daten zugrunde: Der zum 31. August 2013 erhobene Ist-Stand lag bei 3.567 belegten von 3.756 vorhandene Plätze; demgegenüber war für 2015 ein Bedarf von 3.332 Plätzen prognostiziert. Für das Jahr 2020 werden laut Prognosen 3.970 Dauerpflegesätze im Ortenaukreis benötigt.Die Kommunalen Landesverbände hatten den ehemaligen Landesplaner beauftragt, die Eckwerte für den Bedarf bis 2020 auf Wunsch der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg auch gemeindebezogen zu ermitteln. „Sie sind hilfreiche Orientierungswerte, um die Situation vor Ort einschätzen zu können“, sagte Benz.„Die Umsetzung der 2009 in Kraft getretenen Landesheimbauverordnung sieht vor, dass innerhalb von zehn Jahren jedem Heimbewohner ein Einzelzimmer zusteht und somit alle Doppelzimmer bis dahin abgebaut werden müssen“, informierte Benz. Zum Stichtag 31. August 2013 gab es in den stationären Altenpflegeeinrichtungen noch 597 Doppelzimmer, nach der Landesheimbauverordnung müssen bis 2019 demnach 1.194 Plätze organisiert werden. „Dies wird im Bestand nicht komplett möglich sein“, erklärte Benz. „In einzelnen Einrichtungen wird es nötig sein, Plätze teilweise zu reduzieren, die gegebenenfalls durch Ersatzbauten kompensiert werden müssen.“Um den tatsächlichen Bedarf zu beurteilen, werde die Entwicklung vor Ort fortlaufend beobachtet und die Kommunen und Träger im Sinne einer zukunftssicheren Pflegeinfrastruktur gemeinsam von Sozialplanung, Heimaufsicht und Vergütungswesen eng beraten, bekräftigte Benz.