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Gestern fand die 2. Klausurtagung für eine demografiesensible Kommunalpolitik im Ortenaukreis im Landratsamt Offenburg statt. Rund 30 Vertreter Ortenauer Kommunen folgten der Einladung von Gemeindetag Baden-Württemberg und Badischer Demografie Agentur (BDA).Landrat Frank Scherer verdeutlichte in seiner Eröffnungsrede die Herausforderungen des demografischen Wandels für den Ortenaukreis. „Interkommunale Kooperation und Zusammenarbeit wird das Schwerpunktthema der Zukunft sein. Dabei benötigen wir den Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um unseren Standort insbesondere auch für die Zuwanderung von Menschen und Unternehmen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Es geht es darum, dass wir die Chancen, die der Demografiewandel birgt, rechtzeitig erkennen und weiterentwickeln. Wir müssen deshalb sowohl übergreifend als auch individuell vor Ort eingreifen, Hilfen geben und nicht in Konkurrenzkämpfe innerhalb der Region verfallen“, betonte Scherer.Die hohe Lebenserwartung im Ortenaukreis führe dazu, dass die Pflegewahrscheinlichkeit hochbetagter Bürger in den nächsten Jahren im Ortenaukreis steige. Daneben werde das Thema barrierefreies Bauen in Zukunft eine große Rolle spielen, „denn die Menschen möchten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben“, so Scherer. Mit der Öffnung für den Zuzug von Menschen aus Europa nannte Scherer einen weiteren Aspekt, um die „Leistungsfähigkeit unserer Region in Zeiten des demografischen Wandels erhalten und auszubauen.“Durchgeführt wurde die Klausurtagung von der Bertelsmann Stiftung, die sich auf dem Feld der kommunalen Entwicklung im demografischen Wandel schon seit Jahren mit vielfältigen Aktivitäten bundesweit engagiert. Referent Dr. Winfried Kösters, Journalist und Sachbuchautor, priorisierte mit den Teilnehmern in dem vom Ministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren initiierten Workshop vier Handlungsfelder: Infrastruktur, Gesundheit, Generationen und Migration/Integration. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen werden in der kommenden Unterausschusssitzung „Gesamtstrategie Ländlicher Raum“ des Ortenaukreises am 13. März 2014 präsentiert und diskutiert.„Auch nach dieser Veranstaltung bleibt das oberste Ziel die Entwicklung einer Gesamtstrategie für die Gestaltung des demografischen Wandels im Ortenaukreis, bei der alle Beteiligten und Betroffenen aktiv mitwirken. Die Klausurtagung lieferte hierfür wichtige Impulse und Anregungen. Klar ist, dass wir unsere Anstrengungen noch mehr bündeln, vernetzen und intensiver koordinieren müssen", bilanzierte Jens Stecher, Projektleiter der BDA.