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Das Landratsamt Ortenaukreis hat die Sanierung einer Altlastfläche im Bereich einer ehemaligen Fahrzeugwartungshalle auf dem Westareal des Flugplatzes in Lahr beendet. Eine dreijährige Kontrollphase des Grundwassers und des Bodens hat einen vollständigen Abbau der Schadstoffe bestätigt. „Nun kann die Sanierungsinfrastruktur zurückgebaut und die Fläche wieder uneingeschränkt gewerblich genutzt werden“, gibt Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis bekannt. Die Sanierung kostete knapp eine Million Euro.„Untersuchungen hatten gezeigt, dass sowohl der Boden als auch das Grundwasser mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW), Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) und Aromatischen Kohlenwasserstoffen (AKW) verunreinigt waren“, informiert Uwe Mangold vom Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis.In der ersten Phase im Jahr 2007 wurden etwa 1.250 Kubikmeter belasteter Boden in drei bis vier Metern Tiefe ausgebaggert und entsorgt. Wegen den zwangsläufig entstehenden Ausgasungen des hochtoxischen chlorierten Kohlenwasserstoffs „Vinylchlorid“ erfolgten die Arbeiten unter Atemschutz sowie im Schutze eines speziellen Sanierungszeltes, wobei die kontaminierte Luft abgesaugt und gereinigt wurde.In einem zweiten Schritt wurde das Grundwasser bis in eine Tiefe von sieben Metern mittels einer sogenannten „In-Situ-Sanierung“ behandelt. „Hierbei werden die im Untergrund natürlicherweise ablaufende Abbauprozesse von Schadstoffen durch Mikroorganismen mit gezielten Nährstoffzugaben beträchtlich angeregt“, erklärt Mangold. Das belastete Grundwasser wurde aus mehreren Brunnen abgepumpt, mit einer Nährlösung angereichert und wieder in den Untergrund infiltriert. Durch diesen Wasserkreislauf konnte kein kontaminiertes Grundwasser abströmen, die Altlast war also „hydraulisch gesichert“. „Der so forcierte mikrobiologische Abbau verkürzte die Sanierungsdauer dabei auf zwei Jahre. Ohne diese mikrobiologische Maßnahme hätte eine reine Grundwasserentnahme und –abreinigung wohl mehrere Jahrzehnte gedauert“, berichtet Mangold.Auftraggeber für die Sanierungsmaßnahmen auf dem Flughafenareal ist das Landratsamt Ortenaukreis. Die verursachenden Streitkräfte der Staaten Kanada und Frankreich tragen 75 Prozent und die Bundesrepublik Deutschland 25 Prozent der Kosten. Vertreter der Streitkräfte und des Bundes waren bei der Planung und Durchführung der Maßnahmen daher immer mit beteiligt.Über die weitere Nutzung der Flächen entscheiden nun die Stadt Lahr und der Zweckverband IGP als Grundstückseigentümer.