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Der Ortenaukreis wehrt sich gegen Pläne des Bundeskartellamts, der ForstBW und den Forstämtern die Vermarktung von Holz aus Privat- und Kommunalwäldern, die größer als 100 Hektar sind, zu untersagen. „Problematisch daran ist, dass das Kartellamt – für alle überraschend - auch Dienstleistungen, die den Holzverkauf vorbereiten, zur Vermarktung zählt. Damit wäre das Herzstück unseres Dienstleistungsangebots für die Waldbesitzer betroffen“, erklärt Edwin Dreher, Forstdezernent des Ortenaukreises.Landrat Frank Scherer betont: „Wir haben in Erwartung des Kartellrechtsbeschlusses die Vermarktung des Holzes privaten Vermarktungsorganisationen, nämlich der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald e.G., der Waldservice Ortenau GmbH e.G. und der Forstbetriebsgemeinschaft Wolfach/Oberwolfach überlassen. Diesen Teil des Beschlussvorschlags haben wir also vorausschauend schon umgesetzt.“ Nun solle das Amt für Waldwirtschaft in Zukunft aber auch keine vorbereitenden Arbeiten wie das Auszeichnen des Holzes, die Organisation und Betreuung der Holzernte und die Holzaufnahme mehr ausführen. „Diese vorbereitenden Arbeiten werden von kommunalen und privaten Waldbesitzern sehr stark nachgefragt und sind Kernaufgabe unserer Revierleiter. Ein Verbot hätte massive Auswirkungen auf alle Waldbesitzer und auf die Organisation der Forstreviere“, so Dreher.Der Dezernent fährt fort: „Nachhaltige Waldwirtschaft und die Sicherung der vielfältigen Funktionen des Waldes erfordern eine ganzheitliche Betrachtung und die Umsetzung des Bundes- und Landeswaldgesetzes. Unser Wald ist eben nicht nur eine Produktionsstätte für Holz, also Wirtschaftsfaktor. Er ist auch Erholungsort, Lebensraum und Luftfilter. Eine interessengebundene und umsatz- oder gar gewinnorientierte Beratung bei der Entscheidung, wo welche Bäume gefällt werden, stünde damit nicht im Einklang. Nachhaltiges, das heißt über mehrere Generationen hinaus angelegtes Wirtschaften im Wald bedeutet, dass bei solchen Entscheidungen gleichzeitig viele Faktoren wie natürliche Verjüngung, Bodenschutz, Grundwasserschutz, Naturschutz und Erholung abgewogen werden müssen. Dafür stehen die unabhängigen Revierleiter des Amts für Waldwirtschaft.“Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik folgten in ihrer heutigen Sitzung den Argumenten der Kreisverwaltung und beauftragten sie, zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden darauf hinzuwirken, dass das forstliche Dienstleistungsangebot des Landratsamts für den Kommunal- und Privatwald erhalten bleibt.