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Unter dem Motto „Engagement braucht Austausch“ trafen sich am vergangenen Samstag Vertreterinnen und Vertreter des Bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamtes aus dem gesamten Ortenaukreis im Landratsamt in Offenburg, um über aktuelle Fragen der Engagementförderung zu diskutieren. Eingeladen zu diesem ersten Ortenauer Forum für Bürgerengagement und Ehrenamt hatte die Vernetzungsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt Ortenaukreis. „Die Anmeldezahlen haben allerdings unsere Erwartungen bei weitem übertroffen, nach über 100 Anmeldungen mussten wir aus Platzgründen einen Strich ziehen“, sagte der Leiter der Vernetzungsstelle, Ingo Kempf.In seinen einführenden Worten wies Ullrich Böttinger, Leiter des Amtes für Soziale und Psychologische Dienste, in dem die Vernetzungsstelle angesiedelt ist, darauf hin, dass Bürgerschaftliches Engagement den sozialen Zusammenhalt sichere und damit letztlich durchaus auch so etwas wie ein demokratisches Grundverständnis stärke: „Gelebtes Engagement ist Bürgerbeteiligung im wahrsten Sinne des Wortes und somit eine gute Grundlage für eine lebendige und vielseitige Gesellschaft.“Das Forum war ganz auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugeschnitten. Am Vormittag gab es sechs parallel verlaufende Workshops, die alle aus den Bereichen des Ehrenamts heraus angeboten und vorbereitet wurden. Themen waren der pflegliche Umgang der Einsatzstellen mit ihren Ehrenamtlichen, die Vorstellung eines innovativen Modells der Bürgerbeteiligung, rechtliche Fragen und Unsicherheiten, die in der Arbeit von Nachbarschaftshilfen auftauchen, sowie die Arbeit an einer kreisweiten Zusammenstellung barrierearmer Einrichtungen und Gaststätten. Außerdem befasste sich ein Workshop mit der Frage der Vergütung ehrenamtlicher Aktivitäten und den Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit französischen Initiativen.Die Teilnehmer nutzten die Mittags- und Kaffeepause, um die Themen weiter zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen und die eine oder andere Projektidee zu entwickeln. Der Nachmittag bot Gelegenheit, spontan Themen vorzuschlagen und sich eine Gesprächsrunde auszusuchen. Dabei drehten sich die Diskussionen rund um die Themen Nachwuchs im Ehrenamt, Vernetzung im Altenbereich, Zusammenarbeit mit Institutionen, die Nutzung sozialer Netzwerke, Fragen der Gemeinnützigkeit, der finanziellen Förderung und der Verbindlichkeit im Ehrenamt bis hin zur künftigen Gestaltung des Gesundheitswesens.Zum Abschluss griff das Improvisationstheater L.U.S.T. aus Freiburg so manchen Impuls auf und verwandelte ihn unter dem Motto „Ehre, Amt und Sensationen“ in ein furioses Spiel mit Worten und Ideen, in die das begeisterte Publikum immer wieder eingreifen konnte.„Die Resonanz der Teilnehmenden war überaus positiv; einhellig äußerten sie den Wunsch, einen solchen Erfahrungsaustausch regelmäßig anzubieten“, fasste Organisators Ingo Kempf das Fazit Teilnehmer zusammen. Diese bestätigten, dass ehrenamtliches Engagement wichtig sei und gleichzeitig Spaß mache.Die Vernetzungsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt Ortenaukreis wurde auf Beschluss des Kreistags eingerichtet und vorerst auf zwei Jahre bis Ende 2014 projektiert. Sie hat die Aufgabe, die Bemühungen um das bürgerschaftliche Engagement im Ortenaukreis zu unterstützen und zu vernetzen. Zum einen sollen Städte und Gemeinden beim Aufbau entsprechender Strukturen beraten und Ehrenamtliche und Initiativen über Fortbildungsangebote, fachliche Beratung und Möglichkeiten des Austauschs in ihrer Arbeit unterstützt werden. Außerdem soll durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit ein engagementfreundliches Klima erzeugt und Interessierten der Weg in ein Ehrenamt erleichtert werden. Ein nächster Schritt: Noch in diesem Frühjahr wird ein kreisweites Engagement-Portal online gehen. Die hohe Inanspruchnahme der Angebote der neuen Vernetzungsstelle zeige den hohen Bedarf nach Zusammenarbeit und Weiterentwicklung im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements, so Kempf.