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Vieler Orts begrüßen die Menschen das neue Jahr mit Böllern und Raketen. „Silvesterkracher und andere Feuerwerkskörper sind kein ungefährliches Spielzeug, die Silvestertradition sollte niemanden dazu verleiten, unsachgemäß oder leichtsinnig damit umzugehen“, fasst Matthias Konrad, Sachbearbeiter bei der Abteilung Gewerbeaufsicht im Landratsamt Ortenaukreis, die Erfahrung des Amtes zusammen.Jedes Jahr müssen sich viele Menschen mit Brandwunden im Gesicht und an den Händen oder mit Trommelfellverletzungen ärztlich behandeln lassen.„Dies alles kann man vermeiden, wenn man nicht leichtfertig, sondern mit der notwendigen Sorgfalt Feuerwerkskörper abbrennt“, erklärt Matthias Konrad. „Um Schäden zu vermeiden, sollten nur pyrotechnische Gegenstände abgebrannt werden, die mit dem in Deutschland notwendigen Zulassungszeichen der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung) BAM-PI (Kleinstfeuerwerk) oder BAM-PII (Kleinfeuerwerk) und jeweils einer vierstelligen Nummer versehen sind“. Nutzer sollten auch die Aufstellungshinweise auf den Aufdrucken beachten.Gewissenhafter Umgang mit Feuerwerksartikeln beginnt aber schon bei den Verkäufern. „Wer Raketen und Böller der Klasse II an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verkauft, bringt diese in Gefahr und handelt in höchstem Maße unverantwortlich“, lässt Matthias Konrad keinen Zweifel an der Verantwortung, die der Einzelhandel mit dem Verkauf von Feuerwerksartikeln besitzt.Pyrotechnische Gegenstände dürfen nur unter Aufsicht von sogenannten bestellten verantwortlichen Personen abgegeben werden. Diese sind vom Unternehmer eigens für diese Aufgabe zu beauftragen. Die Gewerbeaufsicht appelliert an die Verkäufer und Verbraucher von Feuerwerksartikeln, konsequent die bestehenden Schutzvorschriften einzuhalten.Um Schäden zu vermeiden, weist die Offenburger Behörde auf einige wichtige Regeln hin:- Hände weg von nicht zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen- Feuerwerkskörper niemals selbst herstellen oder an gekauften rumbasteln- Blindgänger auf keinen Fall nochmals zünden- Wer es um Mitternacht zu Silvester krachen lassen will, sollte besser nüchtern bleiben: Alkohol und Feuerwerk können sonst zu einer explosiven Mischung werden.In diesem Jahr ist der Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II von Samstag, 28. Dezember, bis Dienstag, 31. Dezember, erlaubt.Gezündet werden dürfen diese Artikel nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Außerdem sei es ein Gebot der Fairness, bei der Silvesterknallerei Rücksicht auf alte und kranke Menschen zu nehmen. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Knallern ist in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen nicht erlaubt, so das Landratsamt.Auch diesem Jahr wird die Offenburger Behörde wieder verstärkt den Verkauf und die Lagerung pyrotechnischer Gegenstände in den Verkaufsstellen kontrollieren. "Wer unsicher ist, was er verkaufen oder lagern kann, darf gerne fragen", lautet das Angebot des Landratsamtes. Telefonisch gibt Bernhard Zapf am Montag, 30. Dezember, zwischen 8 und 17 Uhr gerne Auskunft unter der Nummer 0162 2543632.