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Der ländliche Raum im Ortenaukreis soll nach dem Willen des Kreistages weitere Stärkung erfahren. Neben der bereits bestehenden LEADER-Aktionsgruppe (LAG) Mittlerer Schwarzwald bewirbt sich auch eine neu formierte Aktionsgruppe „Ortenau“ um die Aufnahme in das europäische Förderprogramm LEADER (Liaison entre Actions et Développement de l’Economie Rurale / Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Der Ortenaukreis stellt für die Bewerbung und die künftige Organisation beider Aktionsgruppen für die Förderperiode 2014 - 2020 insgesamt 115.000 Euro bereit. Diesen Beschluss haben die Kreistagsmitglieder in ihrer heutigen Sitzung gefasst.„Das EU-Förderprogramm LEADER bietet die Chance, eine Region mit den Bürgern gemeinsam zu gestalten und durch innovative Projekte nachhaltig zu entwickeln.Dass dies funktioniert, zeigt die erfolgreiche Arbeit der seit 2007 bestehenden Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald. Neben deren Weiterführung ist aber auch die Aufnahme der neuen Gebietskulisse „Ortenau“ zwingend notwendig. Denn nur so können kreisweite Themen gemeinsam angepackt und der gesamte Standort Ortenaukreis gestärkt werden“, sagte Landrat Frank Scherer.Das Dezernat Ländlicher Raum begleitet daher beide Bewerbungen intensiv.Die Weiterführung der aufgebauten und bewährten Strukturen auf der einen Seite und die Möglichkeit auf der anderen Seite neue Impulse und lokale Akteure zu gewinnen, macht diese Bewerbungsphase spannend und vielseitig. So ist für beide Aktionsgruppen wichtig, neben spezifischen Themenfeldern auch die gemeinsamen Bereiche zu definieren, vernetzt zu arbeiten und die künftigen Geschäftsstellen optimal zu organisieren. Grundlage für die Aufnahme in das Förderprogramm ist ein Regionales Entwicklungskonzept, das jede Aktionsgruppe selbständig erarbeiten muss. Diese müssen voraussichtlich bis September 2014 fertig gestellt sein.Laut Scherer bringen schon der Bewerbungsprozess und die Erstellung des regionalen Entwicklungskonzeptes einen Mehrwert für die Kommunen und eine verbesserte Aufstellung der Region. Denn nicht zuletzt erhöhe ein professionelles Entwicklungskonzept auch die Chancen auf Fördermittel aus anderen Programmen.Ein zentrales Element der LEADER-Förderung ist das „bottom-up Prinzip“: Bürgerinnen und Bürger vor Ort, Interessengruppen, Vereine, Institutionen und kommunale Entscheidungsträger erarbeiten gemeinsam das regionale Entwicklungskonzept und entscheiden später eigenverantwortlich, welche konkreten Projekte Fördermittel erhalten sollen.Deshalb ruft Landrat Frank Scherer Bürgerinnen und Bürger in den beiden Gebietskulissen dazu auf, sich intensiv am jetzt anlaufenden Prozess zu beteiligen und die Zukunft der Region mitzugestalten.Über neue wie bestehende LEADER-Aktionsgruppen entscheidet das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz nach einem Auswahlverfahren voraussichtlich im Dezember 2014.Die Neuaufstellung und Erweiterung der Gebietskulissen ist erforderlich, weil die Einwohnergrenze für die Förderperiode 2014 - 2020 auf 120.000 herabgesetzt wurde. Mit 145.000 Einwohnern aus 23 Kommunen des Ortenaukreises und 15 Kommunen des Landkreises Rottweil übersteigt die aktuelle Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald bereits diese Grenze. Zudem zeigten weitere Kommunen im Ortenaukreis Interesse an einer Aufnahme. Durch die Entscheidung, mit mehreren Kulissen ins Rennen zu gehen, können insgesamt 35 Kommunen des Ortenaukreises berücksichtigt werden: In der Gebietskulisse Ortenau werden sich 17 Kommunen des Ortenaukreises zusammenschließen; zehn Kommunen des Landkreises Rottweil und 17 Ortenauer Kommunen werden die Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald weiterführen. Die Gemeinde Lauf wird sich der geplanten Aktionsgruppe in Rastatt/Baden-Baden anschließen.Die Gesamtkosten teilen sich die beteiligten Kommunen und Landkreise. Der Ortenaukreis trägt insgesamt einen Anteil in Höhe von rund 115.000 Euro. Dabei unterstützt er die Erstellung der regionalen Entwicklungskonzepte mit 5.000 Euro für die Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald zusammen mit dem Landkreis Rottweil. Für die Aktionsgruppe Ortenau schlagen voraussichtlich 20.000 Euro zu Buche. Für die Erarbeitung des Entwicklungskonzepts gibt es keine EU- oder Landeszuschüsse. Die künftigen Geschäftsstellen wird der Ortenaukreis mit jährlich ca. 15.000 Euro mitfinanzieren.Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und Verbänden konnte die Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald in den vergangene Jahren erfolgreich Projekte entwickeln und umsetzen: Meilensteine waren „Energieregion Mittlerer Schwarzwald“ und „Schwarzwald barrierefrei erleben“. Insgesamt wurden in den letzten sechs Jahren in der Förderkulisse „Mittlerer Schwarzwald“ 93 Projekte, davon 74 im Ortenaukreis, mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro beschlossen. EU und Land bewilligten hierzu Fördermittel von über 5,5 Millionen Euro.