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Der Kreistag des Ortenaukreises genehmigte heute die Planung des Architekturbüros Werkgruppe Lahr für den Neubau der Brüder Grimm Schule in Lahr. Der Neubau wird zwischen der Georg-Wimmer-Schule und den Beruflichen Schulen im Mauerfeld entstehen.Gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung aus dem Jahr 2009 in Höhe von 2,6 Millionen Euro wird die neue Schule für Sprachbehinderte wohl rund 500.000 Euro mehr kosten. Jutta Gnädig, Finanzdezernentin des Ortenaukreises, begründet den Mehrbedarf: „Die Preise in der Baubranche haben sich seither um neun Prozent erhöht. Außerdem sind die Baufirmen wegen der konjunkturellen Lage gut ausgelastet, so dass wir für die Bauausführung im nächsten Jahr mit einem weiteren Baukostenanstieg rechnen müssen. Mehrkosten ergeben sich auch durch die besonderen Anforderungen einer Schule für Sprachbehinderte etwa an die Akustik und die ökologisch nachhaltige Bauweise mit Gründach, Holz-Alu-Fenstern und Vollwärmeschutz mit Steinwolle.“Der Neubau schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Brüder Grimm Schule Ganztagsschule sein kann. In der neuen Schule werden neun Klassenräume für je bis zu zwölf Schüler, vier Therapieräume, Fachräume wie etwa Rhythmikraum und Kreativraum, eine Mensa mit Küche, Lehrer- und Rektoratszimmer sowie Räume für eine Beratungsstelle entstehen.„Durch die Trennung der Unterrichtsbereiche mit ruhiger Lernatmosphäre im Obergeschoß von den publikums- und geräuschintensiveren Funktionsräumen im Erdgeschoß sowie die kompakte Form des Gebäudes konnten wir ein gutes Verhältnis von Nutz- und Nebenflächen erreichen“, so Gnädig. „Bei der Planung haben wir besonderen Wert auf die spezifischen Anforderungen der Schulart, das pädagogische Konzept und eine wirtschaftliche Umsetzung gelegt. So verbessern wir durch die asymmetrische Gestaltung der Klassenräume die Akustik nachhaltig. Markantes Merkmal des Entwurfs ist die Nutzung von Nischen und Flurzonen und des Außenbereichs für pädagogische Zwecke und die sechs Außentreppen, die kurze Fluchtwege ermöglichen - und dabei ist diese Lösung noch wirtschaftlicher als bei einem ansonsten notwendigen zweiten Treppenhaus. Durch den Einbau von variablen Trennwänden können wir auch flexibel und kostengünstig auf Änderungen in der Nutzung reagieren.“Die Brüder Grimm Schule unterrichtet aktuell 89 sprachauffällige Kinder aus der südlichen Ortenau nach dem Bildungsplan der Grundschule und arbeitet gleichzeitig sprachheilpädagogisch. Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler, deren sprachliche oder kommunikative Störung so schwerwiegend ist, dass ein erfolgreiches Lernen im Regelschulsystem gefährdet erscheint. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler sobald als möglich wieder im allgemeinen Schulsystem zu unterrichten. Dies gelingt laut Schuldezernent Georg Benz zu 90 Prozent ohne nachfolgenden weiteren Unterstützungsbedarf.