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Landrat Frank Scherer hat heute den neuen Rad- und Gehweg zwischen Hesselhurst und Willstätt entlang der Kreisstraße 5323 offiziell für den Verkehr freigegeben. Gemeinsam mit Willstätts Bürgermeister Marco Steffens, den Ortsvorstehern Eugen Sester (Hesselhurst) und Tobias Fahrner (Willstätt) sowie Andreas König, Leiter der Außenstelle Offenburg des Baureferates Nord beim Regierungspräsidium Freiburg, hat Scherer die Strecke ihrer Bestimmung übergeben.„In der Rekordzeit von drei Monaten entstand dieser 1,3 Kilometer lange Rad- und Gehweg, mit dem wir eine weitere Radweglücke im Ortenaukreis schließen und die Verkehrssicherheit für unsere Fußgänger und Radfahrer ganz erheblich verbessern“, erklärte Scherer. „Auch machen wir mit einem dichten und attraktiven Radwegenetz unsere Region touristisch noch attraktiver.“Bedauern äußerte Scherer über die diesjährige Mittelvergabe aus dem Radwege-Förderprogramm des Landes. „Ich bin enttäuscht, dass dieser Radweg als einzige von vier in diesem Jahr angemeldeten Kreismaßnahmen berücksichtigt wurde“, sagte Scherer. „Wir brauchen mehr Mittel und eine gerechtere Verteilung“, betonte der Landrat. Er habe sich deshalb jüngst bei Verkehrsminister Hermann dafür eingesetzt, dass der Radverkehr im ländlichen Raum im Verhältnis zu Ballungsräumen nicht vernachlässigt und schon gar nicht bei der Mittelvergabe benachteiligt werden dürfe. „Minister Hermann versicherte mir, dass dies auch nicht seine Absicht sei. Er hat mir zudem bestätigt, dass es das Ziel der Landesregierung ist, gemeinsam mit den Kreisen, Städten und Gemeinden das bestehende lückenhafte Radverkehrsnetz attraktiver und sicherer zu gestalten und flächendeckend auszubauen. Ein wichtiger Schwerpunkt im kommenden Landesradverkehrsplan sei dabei die Radverkehrsförderung im ländlichen Raum“, informierte Scherer.Die Baumaßnahme zwischen Hesselhurst und Willstätt gehört zum Radwegebauprogramm des Ortenaukreises, das vorsieht, jährlich etwa sechs Kilometer Radwege entlang von Kreisstraßen neu zu bauen. „Die Forderung der Landesregierung nach einem größeren Radverkehrsanteil setzen wir in der Ortenau mit unserem Radwegeprogramm schon seit Jahren um“, unterstrich Scherer. „2007 betrug der Radwege-Bestand im Ortenaukreis noch rund 90 Kilometer. Aktuell liegen wir bei über 140 Radweg-Kilometer. Zieht man die Ortsdurchfahrten und Kreisstraßen ohne Radwegebedarf ab, dann sind jetzt bereits über 60 Prozent unserer Kreisstraßen mit Radwegen ausgestattet“, skizzierte der Landrat.Für 2014 hat der Ortenaukreis die Förderung der drei 2013 abgelehnten Maßnahmen (Radweg Zunsweier-Ortenberg; Radweg Mahlberg-Kippenheim; Radweg Ödsbach-Oberkrich) sowie zwei Neu-Projekte beantragt (Ausbau K 5311 zw. Rheinau-Rheimbischofsheim, Achern-Waghurst mit Radweg; Radweg Maisenbühl-Nußbach).Neben dem 2,50 Meter breiten Rad- und Gehweg zwischen Hesselhurst und Willstätt wurden auch zwei Überquerungshilfen gebaut (eine am Ortsausgang Hesselhurst, eine weitere an der L91) sowie die Einmündung von der Kreisstraße in die L91 neu gestaltet und zusätzlich im Bereich des neuen Radwegs auf der K 5324 Richtung Ortsmitte Hesselhurst die Fahrbahndecke auf rund 1,7 Kilometern erneuert.Von den 580.000 Euro Gesamtkosten des Projekts inklusive Fahrbahnerneuerung und Grunderwerb übernimmt das Land Baden-Württemberg 200.000 Euro. Die Gemeinden Willstätt und Hesselhurst beteiligen sich mit 70.000 Euro, der Rest wird vom Ortenaukreis getragen.