Hilfsnavigation

  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Tulpen
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) hat gestern in Stuttgart mit Anmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 sowie Maßnahmen im Generalverkehrsplan (GVP) 2010 seine Schwerpunkte für den Neu- und Ausbau von Bundes- und Landesstraßen in den kommenden Jahren vorgestellt. Landrat Frank Scherer: „Ich begrüße, dass das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur klare Prioritäten setzt, das ist bei knappen finanziellen Mitteln der richtige Weg. Die meisten Entscheidungen zu einzelnen Maßnahmen sind für mich nachvollziehbar, insbesondere zum A 5-Ausbau zwischen Offenburg und Freiburg hätte ich mir aber eine deutlich höhere Priorisierung gewünscht. Ich freue mich, dass die BVWP-Maßnahmenliste notwendige Neu- und Ausbaumaßnahmen im Ortenaukreis vorsieht, die der Kreistag bereits in seiner Resolution zum Bundesverkehrswegeplan vom 30. April 2013 forderte.“Der Ausbau der Anschlussstelle Offenburg-Süd mit der Verbindung zur B 33 rangiert bei Bundesstraßenprojekten in der Priorisierungsliste ebenso weit oben wie die Ortsumfahrung Haslach im Zuge der B 33. „Falls der Bund diese Einstufung übernimmt und jährlich Mittel von 230 Millionen Euro für den Fernstraßenausbau in Baden-Württemberg zur Verfügung stellt, könnten diese beiden Maßnahmen in den nächsten Jahren realisiert werden“, teilt der Landrat mit.Enttäuscht zeigt sich Scherer, dass die Ortsumfahrungen Lahr und Gutach nur im unteren Bereich der Liste platziert sind und somit eine mittelfristige Realisierung nahezu ausgeschlossen ist. Scherer kritisiert, dass der dringend notwendige Autobahnausbau südlich von Offenburg von vier auf sechs Fahrstreifen nur am Ende der Autobahnausbaumaßnahmen rangiert. „Falls der Bund diese Priorisierung übernimmt, ist mit einem Ausbau in den nächsten 15 Jahren nicht zu rechnen“, bemängelt der Landrat auch in seiner Position als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO). „Der Kreistag sowie die WRO haben in ihrer Resolution deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Autobahnausbau für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in unserer Region - und damit für den gesamten Standort Ortenau - von elementarer Bedeutung ist“, betont der Landrat.Mit vier Ausbaumaßnahmen ist der Ortenaukreis im GVP-Maßnahmenplan des Landes vertreten. Es handelt sich dabei um den L 86a-Ausbau zwischen Waldulm und Kappelrodeck, den L 87-Ausbau bei Furschenbach, den L 94-Ausbau in Unterharmersbach und den L 99-Ausbau zwischen Schutterwald-Höfen und Dundenheim. Diese Landesstraßenprojekte sollen nach Angeben des Ministeriums in den kommenden zehn Jahren gebaut werden können. Außerdem ist die Beseitigung von Bahnübergängen in Kork, Legelshurst und in Gengenbach vorgesehen. Wie weiterhin mitgeteilt wurde, prüft das Land, die L 87 im Bereich der Anschlussstelle Achern bis zur K 5309 vierstreifig auszubauen, um die Verbindung zur neu ausgebauten Anschlussstelle bedarfsgerecht herzustellen. „Je früher das Provisorium bei der Anbindung der Anschlussstelle Achern Vergangenheit ist, desto besser“, so Scherer.Die weiter gehenden Wünsche des Ortenaukreises in Bezug auf den Ausbau der Landesstraßen im grenzüberschreitenden Verkehr, den Ausbau der L 98 zwischen der Anschlussstelle Offenburg und Schutterwald sowie der L 91 zwischen Marlen und Eckartsweier sind ebenso wenig in der Maßnahmenliste enthalten, wie der Ausbau der L 103 und der L 104. Unberücksichtigt blieben auch die in der Kreistagresolution beantragten Ortsumfahrungen Achern-Önsbach- Fautenbach, Kippenheim-Mahlberg im Zuge der B 3, die Anschlussstelle Lahr Nord/Friesenheim sowie ein neuer Rheinübergang zwischen Erstein und Schwanau. „Ich hätte mir gewünscht, dass die für den Ost-West-Verkehr besonders wichtigen Landesstraßen insgesamt in den Maßnahmenplan aufgenommen worden wären“, resümiert der Landrat.