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Die Breitbandversorgung soll im gesamten Ortenaukreis nachhaltig verbessert werden. Hierzu hat der Umwelt- und Technik-Ausschuss des Ortenaukreises in seiner heutigen Sitzung beschlossen, ein Fachbüro mit der Erstellung eines sogenannten Masterplanes Breitband zu beauftragen.„Wir brauchen ein leistungsfähiges Breitbandnetz. Das ist ein wesentlicher Standortfaktor für die Wirtschaft und sichert die Lebensqualität der hier lebenden Menschen. Der Masterplan Breitband ist somit ein wichtiges Instrument zur Umsetzung unserer Gesamtstrategie Ländlicher Raum“, sagte Landrat Frank Scherer und erklärte die weiteren Vorteile des Masterplans: Eine kreisweite Grobplanung zur flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet sei Grundlage für den Ausbau kommunaler, interkommunaler oder privater Netze. Gleichzeitig ließen sich dadurch Doppelstrukturen vermeiden und Synergien nutzen.Der Ausschuss folgte mit seiner Entscheidung dem Vorschlag des Unterausschusses Gesamtstrategie Ländlicher Raum, ein kreisweites Backbone-Netz, ein Grundgerüst von Höchstgeschwindigkeitsverbindungen für das Internet auf der Grundlage von Glasfaserkabeln, zu planen. Backbones sind Netzknoten zwischen den Kommunen, an die kleinere Netze angeschlossen werden können. Jede Gemeinde soll mindestens zwei solcher Übergangspunkte erhalten. Der Masterplan Breitband soll darüber hinaus aufzeigen, wie der Auf- und Ausbau des Datennetzes technisch umgesetzt und langfristig weiterentwickelt werden kann.Ausgangspunkte für das Konzept sind Daten zur Versorgungsqualität und zu Ausbaumaßnahmen, die das Landratsamt Ortenaukreis Anfang des Jahres bei den Kommunen des Landkreises abgefragt hat. Von den 51 Städten und Gemeinden haben sich 35 an der Umfrage beteiligt. Dabei ergab sich ein sehr unterschiedliches Bild: In einigen Ortsteilen, besonders in den Schwarzwaldtälern, aber auch in der Vorbergzone und der Rheinebene, fehlt bereits eine sichere Grundversorgung von mindestens 2 Megabits pro Sekunde. In einigen Städten und Gemeinden im Kreis werden hingegen schon leistungsstarke Hoch- und Höchstgeschwindigkeitsnetze mit einer Mindestübertragungsrate von 25 Megabits pro Sekunde aufgebaut. Kleinere und mittlere Gemeinden beanstandeten vor allem stockende Verhandlungen mit den Netzbetreibern, fehlende finanzielle Mittel und mangelnde fachliche Unterstützung.Vor diesem Hintergrund ist von Beginn an die enge Zusammenarbeit mit allen Gemeinden erforderlich. Der Masterplan ist ein erster Schritt für eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet. Darauf aufbauend wird mit allen Beteiligten ein Weg gefunden werden müssen, wie die Planung effizient und wirtschaftlich umgesetzt werden kann. „Dies kann aber erst nach Vorlage der Ergebnisse erfolgen“, stellte Landrat Scherer klar. Wobei er schon heute ein interkommunales Vorgehen als zielführend ansieht.Die Kreisverwaltung rechnet für die qualifizierte Planung eines Breitbandkonzepts für den Ortenaukreis mit einem Kostenaufwand von 100.000 bis 150.000 Euro. Im Rahmen der Breitbandinitiative gewährt das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 35 Prozent, so dass auf den Ortenaukreis zwischen 65.000 und 100.000 Euro entfallen dürften.