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Rund 85 Asylbewerber, darunter 39 Kinder, und etliche ehrenamtliche Begleiter besuchten kürzlich das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Mit Bus und Bahn reisten die im Ortenaukreis lebenden Asylbewerber nach Gutach. Für die meisten war es die erste Fahrt in den Schwarzwald. Das Freilichtmuseum bot neben einer Einführung in das traditionelle Schwarzwald-Leben auch viele Möglichkeiten für die Kinder, auf dem weitläufigen Gelände Spaß zu haben. Einige der Erwachsenen fühlten sich an ihre frühere Heimat erinnert. „Ein solches Backhaus haben wir auch in unserem Dorf in Afghanistan“, erzählte eine der Frauen. Die Männer entpuppten sich als Experten in Sachen Getreidemühle, da diese Art der Mehlherstellung bis heute in vielen Herkunftsländern der Asylbewerber verbreitet ist. Sichtlich beeindruckt von der typischen Architektur der Häuser zeigten sich viele der Besucher.Der Sozialdienst des Migrationsamts beim Landratsamt Ortenaukreis organisiert jährlich zwei große Ausflüge für Asylbewerber. So hatten im Sommer rund 400 Flüchtlinge die Gelegenheit an der Aktion „Frohe Herzen“ des Europa Parks in Rust teilzunehmen, zu der sozial benachteiligte Menschen umsonst in den Europa-Park eingeladen werden. Daneben bietet Organisatorin Katharina Lindner in fast allen Flüchtlingsunterkünften kleinere Sommerfeste und Adventsfeiern an. „Mit solchen Aktionen wollen wir die Flüchtlinge näher an die Kultur und das Leben in der Ortenau heranführen und ihnen außerdem ein wenig Abwechslung bieten“, so Organisatorin Katharina Lindner vom Sozialdienst des Migrationsamts beim Landratsamt Ortenaukreis.Im Ortenaukreis leben derzeit 709 Flüchtlinge aus 28 verschiedenen Nationen; davon sind 275 Personen 18 Jahre und jünger und 114 zwischen 18 und 25 Jahre alt. Die größte Gruppe mit rund 17 Prozent stammt aus dem Irak, über 15 Prozent der Asylbewerber kommen aus Afghanistan und 10 Prozent aus Pakistan.