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Der Unterausschuss „Gesamtstrategie Ländlicher Raum“ des Ortenaukreises hat in seiner gestrigen Sitzung weitere Projekte für den ländlichen Raum angestoßen. Handlungsbedarf sieht das Gremium aktuell bei der Frage, wie junge Mediziner für den Ortenaukreis gewonnen werden können. Baustein einer Imagekampagne wird eine filmische Präsentation „Hausarzt in der Ortenau“ sein, welche die Arbeitsgruppe über den Sommer mit entwickelte. Die Dreharbeiten dazu beginnen Ende Oktober. Der Spot wird die Vorteile des Hausarzt-Daseins in der Ortenau beleuchten und unter anderem auf einer Internetplattform platziert werden, auf der Gemeinden für Mediziner werben und Ärzte ihre Nachfolger suchen.Auch arbeitet das Gremium an einer Strategie zur Verbesserung der Breitbandversorgung im gesamten Kreis. „Wir haben ein vielversprechendes Konzept entwickelt, das wir dem Ausschuss für Umwelt und Technik zur Beratung vorlegen werden“, informiert Edwin Dreher, Dezernent für den Ländlichen Raum des Ortenaukreises, der den Unterausschuss seit März 2011 leitet. Ein Jahr zuvor wurde das Gremium durch den Kreistag beschlossen, mit dem Ziel, konkrete Projekte zu entwickeln, die den ländlichen Raum nachhaltig stärken. Die Besonderheit des vierteljährlich tagenden Ausschusses liegt in der Zusammensetzung seiner 35 Mitglieder. „Hier arbeiten Kommunalpolitiker, Vertreter der Verwaltung und externe Experten aus der Land- und Forstwirtschaft, den Kammern und aus den Bereichen Tourismus, Gesundheit, Familie, Senioren und Jugend eng zusammen“, erklärt Dreher. „Diese unterschiedliche Zusammensetzung bietet zusammen mit der projektbezogenen Arbeitsweise viel Potenzial und ist deshalb so vorbildlich, weil damit Synergien geschaffen und Doppelstrukturen vermieden werden können“, so Dreher. „Daraus entwickeln sich immer wieder neue Ideen zur Stärkung des Standortes Ortenaukreis.“Der Unterausschuss ist in vier Arbeitsgruppen gegliedert, die sich mit den Themen „Kulturlandschaft und Tourismus“, „Bildung, Arbeit und Soziales“, „Infrastruktur“ sowie „Ärztliche Versorgung im Ortenaukreis“ beschäftigen und durch Fachleute des Landratsamtes unterstützt werden. Wie wichtig der Blick über den Tellerrand ist, um Doppelstrukturen zu vermeiden, zeigte ein Treffen, zu dem die Arbeitsgruppe „Bildung, Arbeit und Soziales“ Anfang Oktober Vertreter von Schulen und Verbänden zum Thema „Frühzeitige Berufsorientierung – Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft“ eingeladen hatte.„Die Fachleute haben dabei übereinstimmend festgestellt, dass im Ortenaukreis bereits eine ganze Reihe von erfolgreichen Modellen und Angeboten für Schüler und Eltern bestehen“, erklärt Dreher. Die Einbindung und Begleitung der Eltern solle jedoch weiter optimiert und der Kontakt zwischen Schule und örtlichen Betrieben ausgebaut werden. „Diesen Themen widmet sich bereits der Arbeitskreis ´Schule-Wirtschaft-Ortenau´“, weiß Dreher, „deswegen ist es nicht sinnvoll, im Unterausschuss ein ähnliches Projekt zu bearbeiten“, sagt der Dezernent und erklärt, dass viele Faktoren verantwortlich sind, ob aus einer ersten Idee ein umsetzungsfähiges Projekt wird. So sei beispielsweise zu klären, wer das Projekt federführend realisiert, wie es zu finanzieren ist und ob weitere Partner oder Spezialisten miteinbezogen werden müssen. „Die Projektpaten brauchen dafür Durchhaltevermögen und Engagement“, so Dreher.Eine der ersten erfolgreichen Maßnahmen, die aus der Arbeit des Unterausschusses resultierte, war der „Wettbewerb Soziales Miteinander“. Er hat verdeutlicht, welche Rolle gerade im ländlichen Raum das bürgerschaftliche Engagement für das Wohl der Bürger spielt. Als Konsequenz daraus hat der Unterausschuss dem Kreistag die Einrichtung einer Vernetzungsstelle vorgeschlagen. Diese arbeitet inzwischen erfolgreich. Weitere erfolgreiche Projekte wie der „Kommunale Energietag“ oder das „Rufauto Kinzigtal“ wurden ebenfalls im Ausschuss geboren.