Hilfsnavigation

  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Tulpen
  • Kulinarische Ortenau.
Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Ortenaukreis, der Stadt Rheinau und des BUND sowie des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg haben sich über das Vorgehen in der CEF-Ausgleichsfläche beim neuen Gewerbegebiet Groß Bahnwörtel in Rheinau ausgetauscht. Bei einem bereits im August vereinbarten Vor-Ort-Termin haben sie am 18. September gemeinsam mit dem Naturschutzbeauftragten Dr. Ingo Nikusch über die Planung der Entwässerung für das Gewerbegebiet diskutiert. Zauneidechsen aus dem Baugebiet Groß Bahnwörtel waren entsprechend der naturschutzrechtlichen Regelungen vor Baubeginn in einen Ersatzlebensraum, eine sogenannte CEF-Ausgleichsfläche umgesiedelt worden. Ein zur Entwässerung des Gewerbegebiets erforderliches Pumpwerk kann aus technischen Gründen jedoch nur innerhalb dieser CEF-Ausgleichsfläche stehen und stand nun im Mittelpunkt der Gespräche.„Das Pumpwerk sowie die dorthin führende Abwasserleitung sollen die neue Heimat der Eidechsen jedoch nur minimal tangieren. Erste Überlegungen, die Trasse durch die Ausgleichsfläche zu führen, wurden zu Gunsten des Naturschutzes aufgegeben. Sie soll soweit wie möglich im angrenzenden Straßenraum verlegt werden. Die Bäume auf der Ausgleichsfläche bleiben erhalten. Bei der Gestaltung der 25 Quadratmeter großen Fläche für das Pumpwerk werden naturschutzfachliche Aspekte berücksichtigt“, erklärt Anita Dinger, Leiterin des Amtes für Umweltschutz. Diese Vorgaben für die Entwässerungsplanung seien das Ergebnis des Vor-Ort-Termins und müssten nun in die Planung aufgenommen werden.Roland Mündel, Leiter des Bauamtes Rheinau informierte, dass die ökologische Baubegleitung bereits vorsorglich das Gebiet um den vorgesehenen Baukorridor für das Pumpwerk eingegrenzt und die im Baukorridor vorhandenen Zauneidechsen in die verbleibende Ausgleichsfläche umgesetzt hatte, da die Zauneidechsen nur bis zur Winterruhe umgesiedelt werden können. „Später – zum Zeitpunkt der Genehmigung der Entwässerungsplanung – wäre dies womöglich nicht mehr ohne Beeinträchtigung der artenschutzrechtlichen Belange möglich gewesen“, ergänzte Dinger. Der BUND Rheinau hatte die Untere Naturschutzbehörde auf diese nicht im Konzept für die CEF-Ausgleichsfläche enthaltenen Maßnahmen aufmerksam gemacht und damit Anlass zum Vor-Ort-Termin gegeben. Die Vertreter der Naturschutzverbände wiesen darauf hin, dass sie sich eine rechtliche Überprüfung der Vorgehensweise und Baumaßnahme in der CEF-Fläche vorbehalten. Der Bau des Entwässerungssystems soll vor Ende der Winterruhe abgeschlossen sein.