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Das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis hat die sogenannte Basisuntersuchung für rund 3600 Kinder im Ortenaukreis, die nach den Sommerferien 2014 in die Schule kommen, nahezu abgeschlossen.Medizinische Assistenten im öffentlichen Gesundheitsdienst untersuchten seit Oktober 2012 die Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und fünf Jahren nach einem landesweit vorgegebenen Schema. Neben einem Sprachtest, der unter anderem die sprachliche Leistungsfähigkeit und das Sprachverständnis feststellt, wurden auch Hör- und Sehvermögen sowie motorische Fähigkeiten getestet. Bei Auffälligkeiten untersuchte eine Ärztin im Gesundheitsamt die Kinder. „Der frühe Zeitpunkt der Basisuntersuchung ermöglicht den Eltern und den Kindertagesstätten, Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und die Kinder entsprechend den individuellen Bedürfnissen zu unterstützen“, berichtet Dr. Evelyn Kraus vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst im Gesundheitsamt. Bei rund einem Drittel dieser Kinder erkannte das Gesundheitsamt nach einem weiteren Sprachtest einen Förderbedarf und gab die Empfehlung zu einer frühzeitigen sprachlichen Förderung vor der Einschulung.„Die Untersuchung zeigte darüber hinaus, dass bei einer größeren Zahl von Kindern der Impfschutz nicht vollständig ist“, so Dr. Katrin Nagel, Kinderärztin beim Gesundheitsamt. „Während im Landesschnitt 88 Prozent der Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft waren, sind es im Ortenaukreis lediglich 78 Prozent. Der Tetanusschutz war bei elf Prozent der Kinder im Ortenaukreis unvollständig, im Landesdurchschnitt waren es sieben Prozent“, berichtet Nagel weiter. Dabei seien Schutzimpfungen das wirksamste und erfolgreichste Mittel zur Vorbeugung vor Krankheiten. Das WHO-Ziel der Masern- und Rötelnelimination in Europa bis zum Jahr 2015 könne nur mit einer Erhöhung der Impfquoten erreicht werden. Um beispielsweise die Masern eliminieren zu können, wäre eine Impfquote von 95 Prozent nötig. Deshalb rät die Ärztin allen Eltern, auf einen vollständigen Impfschutz ihrer Kinder zu achten und sich von ihrem Kinderarzt oder Hausarzt beraten zu lassen.