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Landrat Frank Scherer bittet in einem Schreiben an die Landesverbände der Krankenkassen um eine angemessene Vergütung der gemeinnützigen ambulanten Pflegedienste im Ortenaukreis. Mit Sorge verfolge Scherer deren angespannte wirtschaftliche Situation. „Die von den Krankenkassen zugebilligten Vergütungserhöhungen der vergangenen Jahre haben die vorhandenen Kostensteigerungen nachweislich nicht mehr gedeckt“, so Scherer. Dies betreffe insbesondere die Personal- und Sachkosten, vor allem aber auch PKW- und Benzinkosten. „Diese spielen gerade im ländlichen Raum aufgrund langer Fahrtstrecken eine große Rolle. Hinzu kommen die hohen gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Qualitätssicherung und der Dokumentation, die erhebliche Ressourcen binden“, so Scherer. Scherer ist alarmiert, da sich bereits einige Einrichtungen im Ortenaukreis in einer sehr schwierigen Lage befinden würden. „Die Schere zwischen Aufwand und Ertrag geht bei den Diensten in unserem Landkreis erkennbar immer weiter auseinander, existenzbedrohende Ausmaße sind bereits zu erkennen“, warnt der Landrat. In dem Schreiben verdeutlicht Scherer, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Versorgung der damit einhergehenden wachsenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen für den ländlich geprägten Ortenaukreis eine zukunftsweisende Schlüsselaufgabe darstelle. „Um pflegebedürftigen Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen, müssen vor allem die ambulanten Versorgungssysteme nicht nur erhalten, sondern weiterentwickelt und gestärkt werden. Ein wichtiger Grundpfeiler hierbei sind die ambulanten Pflegedienste. Diese gewährleisten gerade im ländlichen Raum eine bedarfsgerechte und individuelle Versorgung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und tragen damit auch zur Stärkung des ländlichen Raums bei“, schreibt Scherer. Deshalb sei es von grundlegender Bedeutung, dass die Kassen die nachgewiesene Kostensteigerung angemessen refinanziere, um das drohende Aus von Diensten zu verhindern. „Ich bitte Sie, sich dafür einzusetzen, die Unterfinanzierung der ambulanten Hilfs- und Pflegedienste zu beseitigen“, schließt Scherer.