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Landrat Frank Scherer bewertet das Ergebnis der kürzlich in Luxemburg abgeschlossenen Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, -Ministerrat und -Kommission zur Neuregelung des Autorisierungssystems für Neu- und Wiederbepflanzungen von Rebflächen mit Skepsis. In einem aktuellen Schreiben an das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz teilt Scherer mit, dass er die nun beschlossene grundsätzliche Erhaltung des Anbaustopps begrüße. Gleichzeitig fordert Scherer von den politisch Verantwortlichen eine regional angepasste Umsetzung der Trilog-Ergebnisse, die den besonderen weinbaulichen Verhältnissen im Ortenaukreis Rechnung trägt.Dem Weinbau kommt im Ortenaukreis bereits seit vielen Jahrhunderten eine zentrale wirtschaftliche und landschaftsprägende Bedeutung zu. Der Anbau, rund 2500 Hektar, wird zum überwiegenden Teil in Hang- und Steillagen mit bis zu 60-prozentigem Gefälle betrieben. „Die mittel- und längerfristige Erhaltung der weinbaulich und ökologisch wertvollen Steil- und Terrassenflächen erfordert einen möglichst restriktiven Umgang im Hinblick auf eine Erhöhung der Anbauflächen in unserer Weinbauregion“, schreibt Scherer, der sich bereits seit 2010 bei zuständigen EU-Politikern, dem Oberrheinrat und der Oberrheinkonferenz für die Aufrechterhaltung des Anbaustopps stark macht.Die völlige Liberalisierung von Pflanzrechten ist nun vom Tisch. Dies ist ein Ergebnis der abschließenden Trilog-Verhandlungen. Weinreben dürfen in der EU somit weiterhin nur auf Flächen angebaut werden, für die entsprechende Pflanzrechte bestehen. Sicher ist auch, dass es zu einer längeren Laufzeit (2016 bis 2030) der nun beschlossenen Regelungen verbunden mit einer moderaten Erhöhung (bis 1%) der Anbauflächen kommen wird. Wichtige Detailregelungen zur nationalen und regionalen Umsetzung/Flexibilisierung der Ergebnisse stehen jedoch noch aus. Landrat Frank Scherer wird deshalb die weiteren Verhandlungen auf Bundes- und Landesebene verfolgen, um eine bestmögliche Umsetzung für die Winzer des Ortenaukreises zu erreichen. „Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass unsere ökologisch wertvollen Steil- und Terrassenflächen und damit auch die reizvolle Kulturlandschaft erhalten bleiben“, kündigt Scherer an.