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Ein Einkaufsbummel oder der Besuch in einem Restaurant – für die meisten Menschen gehört dies wie selbstverständlich zum Alltag dazu. Für Menschen mit Behinderung sind solche Schritte oft mit Hindernissen verbunden. So können Rollstuhlfahrer nicht in ein Geschäft gelangen, weil es nur eine Treppe gibt. Auch schmale Türen und Gänge oder enge Umkleidekabinen stellen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vor besondere Herausforderungen. Übliche Speisekarten können von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer Sehbehinderung oft nicht gelesen werden. Dabei lassen sich die meisten Barrieren durch Kreativität und Aufmerksamkeit überwinden.Die Aktion „unbehindert miteinander“ der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch will diesen besonderen Service im Ortenaukreis fördern. Was ein guter Service ist und wer die Auszeichnung erhält – darüber entscheiden vor allem Menschen mit Behinderungen selbst. Im Ortenaukreis testen derzeit betroffene Personen mit Behinderungen Gaststätten, Hotels und Geschäfte auf deren Barrierefreiheit und wie leicht man sich im Gebäude zurechtfindet. „Alles soll so einfach und so unkompliziert wie möglich sein“, betont Brigitte Seidel von der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch. Prüfungskriterien sind auch der respektvolle Umgang mit behinderten Menschen.Rund 40.000 Menschen mit Behinderungen leben im Ortenaukreis. Diesen Menschen eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, ist Ziel des Vorhabens. Landrat Frank Scherer, der für „unbehindert miteinander“ die Schirmherrschaft übernommen hat, ist überzeugt, dass diese Aktion zum besseren Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderung beiträgt: „Wenn wir Menschen mit Behinderungen die Wege in sämtliche Alltagsbereiche ebnen wollen, reichen bauliche Voraussetzungen wie Rampen oder Fahrstühle nicht mehr aus. Vielmehr müssen wir miteinander offen, respektvoll und zuvorkommend umgehen. So geht es beispielsweise beim barrierefreien Service in Geschäften und Gastronomiebetrieben, Handel und Verwaltung auch um eine angepasste Sprache, deutliche Schrift, Bilder als Wegweiser und um den Abbau von sonstigen Hemmnissen im direkten Umgang. Die Aktion „unbehindert miteinander“ fördert die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung“, so Scherer. Über 30 Unternehmen und Organisationen haben sich dieses Jahr für besseren Service für Menschen mit Behinderungen beworben. Auch das Landratsamt Ortenaukreis beteiligt sich an der Aktion „unbehindert miteinander“. Dazu Mirjam Schwab von der Sozialplanung des Ortenaukreises: „Menschen mit Behinderung sind bei uns willkommen. Wir bieten einen barrierefreien Zugang zu und in unserem Hauptgebäude. Es gibt behindertengerechte Toiletten und die Wege zu den Büros sind entsprechend ausgeschildert. Gerne begleiten wir auch Menschen mit Behinderung zu ihrem persönlichen Ansprechpartner oder dieser holt die Besucher ab.“2012 wurden fünf Plaketten an Betriebe mit vorbildlichem Service für Menschen mit Behinderungen im Ortenaukreis überreicht. Für 2013 hoffen die Initiatoren auf mindestens 15 neue Auszeichnungen. „Alle Menschen - mit und ohne Behinderung - müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Bedingungen, unter denen diese Inklusion möglich ist, müssen wir schaffen“, betont Landrat Scherer.Die Preisverleihung findet am 12. November 2013 in der Zweigwerkstatt der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch statt. Landrat Frank Scherer übergibt die Auszeichnung „unbehindert miteinander“ – für eine barrierefreie Ortenau.