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Altmedikamente wie abgelaufene Pillen, Zäpfchen, Kopfschmerztabletten, Reste von Hustensaft, müssen im Ortenaukreis und im Landkreis Emmendingen bei der Problemstoffsammlung abgegeben werden. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis teilt mit, dass eine derzeit verbreitete Meldung des Umweltministeriums, Altmedikamente über die Graue Tonne zu entsorgen, nicht für die beiden Landkreise gelte.Denn der Inhalt der Grauen Tonne im Ortenaukreis und im Landkreis Emmendingen wird nicht - wie in anderen Landkreisen - in Müllverbrennungsanlagen beseitigt, sondern in der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in Ringsheim im sogenannten ZAK-Verfahren verwertet. Hierbei wird der Inhalt der Grauen Tonne nach einer mechanischen Vorbehandlung, bei der Wert- und Störstoffe aussortiert werden, zunächst mit Wasser vermischt und dann einem Gärverfahren zur Biogaserzeugung unterzogen. „Bei dieser hoch effizienten Verwertung des Hausmülls findet genau das statt, was das Umweltministerium vermeiden will, dass Altmedikamente mit Wasser vermischt und deren Inhaltsstoffe darin gelöst werden. Denn einmal im Wasser gelöst, können viele Medikamentenbestandteile in Kläranlagen nur teilweise oder auch gar nicht aus dem Wasser entfernt werden und so zu Gewässer- und Bodenbelastungen führen“, erklärt Martin Roll, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft.Die Problemstoffsammlung nimmt Reste von Medikamenten aus Haushalten kostenlos an. „Auch Apotheken“, so Johann-Georg Kathan, Abfallberater des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Ortenaukreis, „können die von Kunden zurückgenommenen Altmedikamente dort kostenlos abgeben“. Die Abfallwirtschaft des Ortenaukreises entsorgt die gesammelten Altmedikamente in einer modernen Müllverbrennungsanlage.Die Termine der Problemstoffsammlung stehen auf der Rückseite des Abfallkalenders, auf der Homepage des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Ortenaukreis () oder können bei den Abfallberatern per Telefon (0781 805-9600) oder per E-Mail () erfragt werden.