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In der heutigen Kreistagssitzung zog Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und Eurodistrikt-Präsident, eine positive Bilanz über die Arbeit des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau. Nach nicht ganz leichten Anfängen habe der Eurodistrikt zwischenzeitlich an Fahrt gewonnen und sei nun auf einem guten Weg. „Wenn wir im Eurodistrikt politisch und administrativ die Energie und Kraft aufbringen, insgesamt unsere Stärken zu nutzen und weiter auszubauen, gewinnen wir weiter an Akzeptanz bei der Bevölkerung und den politischen Akteuren“, resümierte Scherer.So hatte beim ersten grenzüberschreitenden Bürgerkonvent im Frühjahr die Bevölkerung die Möglichkeit, der Politik Wünsche und Anregungen mit auf den Weg zu geben. Ferner unterstützt der Eurodistrikt seit Ende 2011 Bürgerbegegnungen beiderseits des Rheins mit 400.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Der Eurodistrikt befasst sich mit einer Vielzahl an grenzüberschreitenden Themen, die Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger im Alltag bringen sollen. Vom gemeinsamen Arbeitsmarkt, einer Fahrradstreife der Polizei, über den Nahverkehr bis hin zu medizinischen Leistungen sind vielfältige Handlungsgebiete im Fokus. So wurde kürzlich eine grenzüberschreitende Kooperation zur Behandlung von Krebspatienten beschlossen, die das Ergebnis einer Gesundheits-Studie war. Weitere Kooperationen sollen folgen und die Gesundheitssysteme durchlässiger machen.Die Zweisprachigkeit auf seinem Gebiet zu etablieren, bleibt die größte Herausforderung des Eurodistrikts. So unterstützte er beispielsweise finanziell die Niederlassung einer elsässischen zweisprachigen ABCM-Schule in Kappel-Grafenhausen und nahm frühzeitig Kontakt mit dem baden-württembergischen Kultusministerium auf, um zu verhindern, dass wie bei der Bildungsplanreform 2015 vorgesehen, nur noch eine Fremdsprache in Klasse 5 an allgemeinbildenden Gymnasien unterrichtet werden kann. Inzwischen hat das Kultusministerium zugesichert, die Anregungen zu einem lückenlosen Französischunterricht aufzunehmen und nach guten Lösungen zu suchen. Nach der neuen Rechtsform im Jahr 2010 gewann der Eurodistrikt durch Beschlüsse in Form von gemeinsamen Resolutionen an politischem Gewicht. Dies zeigte sich deutlich beim gelungenen Erhalt des deutschen Generalkonsulats in Straßburg sowie der nun beabsichtigten Schließung des Kernkraftwerkes Fessenheim 2016. Viele weitere grenzüberschreitende Projekte in Bereichen wie Sport, Kultur, Soziales Miteinander und Wirtschaft werden auch künftig dazu beitragen, den Eurodistrikt als eigenständige regionale Institution bekannter zu machen.Der Eurodistrikt hat kürzlich die Aufnahme von drei neuen französischen Gemeindeverbänden „Pays d’Erstein“, „Communes du Rhin“ sowie „Benfeld und Umgebung“ beschlossen, wobei dies formalrechtlich noch bestätigt werden muss. „Der Beitritt dieser Gemeinden, die auch dem Vis-à-Vis Zweckverband Lahr-Erstein angehören, ermöglicht eine Gebietserweiterung des Eurodistrikts im Süden Strasbourgs und eröffnet neue, interessante Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Städten und Gemeinden auf beiden Seiten des Rheins“, freut sich Frank Scherer.