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Seit 2008 besteht die Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai. Der Verbund an der Grenze zwischen Frankreich und Belgien ist der erste in der EU gegründete Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Gilles Pargneaux (56), EU-Parlamentarier und Vize-Präsident der Eurométropole, berichtet in der heutigen Sitzung des Verwaltungsausschusses den Kreistagsmitgliedern über seine Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. 147 Kommunen aus Frankreich und Belgien zählt der EVTZ Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai, er hat 14 Mitglieder, darunter der belgische und der französische Staat. Mit 3.550 Quadratkilometern Fläche und zwei Millionen Einwohnern ist der Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai der größte EVTZ Europas.„Wir sprechen hier Französisch und Niederländisch. Eigentlich leben bei uns aber Bürger aus drei verschiedenen Kulturen, Franzosen, Flamen und Wallonen. Das stellt eine große und spannende Herausforderung dar, da wir nicht nur die Grenze zwischen Frankreich und Belgien, sondern auch traditionelle Grenzen innerhalb Belgiens zwischen Flamen und Wallonen überwinden müssen“, berichtete Pargneaux. „Es lohnt sich, über Grenzen zu gehen, sich kennen zu lernen, zusammenzuarbeiten, Freundschaften zu vertiefen und vor allem, sich gegenseitig zu vertrauen. Natürlich hat anfangs nicht alles reibungslos funktioniert, unterschiedliche Kulturen haben unterschiedliche Arbeitsweisen, unterschiedliche Verwaltungssysteme und unterschiedliche Entscheidungswege“, so Pargneaux.Dies alles unter einen Hut zu bringen, sei manchmal mühsam, aber letztendlich gewinnbringend, erzählte der EU-Parlamentarier. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für alle Beteiligten spürbare Mehrwerte bringt. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir schon sehr früh den Schritt, einen EVTZ zu gründen, gewagt haben“, betonte Pargneaux. „Diese Erfahrungen lehren uns, bei der Weiterentwicklung unseres Eurodistrikts geduldiger zu sein“, betonte Frank Scherer in seiner Funktion als Präsident des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau.Ende 2012 gründete Pargneaux zusammen mit der EU-Abgeordneten Marie-Thérèse Sanchez-Schmid die Verbindungsgruppe für grenzüberschreitende Angelegenheiten innerhalb des Europäischen Parlaments. Diese Gruppe trifft regelmäßig zusammen, um sich über die Folgen auszutauschen, die die großen europäischen Reformen für die Grenzräume in Europa haben.Frank Scherer dankte für die „authentische Darstellung und für den Blick über einen anderen Tellerrand, der uns bei der Bewertung unseres noch jungen Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau weiterhelfen wird.“