Hilfsnavigation

  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Tulpen
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Kulinarische Ortenau.
„Wer im Eurodistrikt Französisch lernen will, soll dazu auch die Möglichkeit haben.“ Hierfür setzt sich Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und amtierender Präsident des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau, ein. Um sich vor Ort ein Bild zu machen, wie es um das Lernen der Sprache des Nachbarn steht, besuchte er am Dienstag, 25. Juni, das Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch.Schulleiter Peter Bechtold und dessen Stellvertreter Dr. Volker Wacker informierten im Beisein von Haupt- und Kulturamtsleiter Hermann Brüstle als Vertreter des Schulträgers den Landrat über das sprachliche Profil und die Möglichkeit, im bilingualen Zug das deutsch-französische Abibac zu erwerben. Derzeit lernen die Gymnasiasten in Oberkirch in Klasse 5 gleichzeitig Englisch und Französisch. Somit können die Schülerinnen und Schüler lückenlos ihre in den Grundschulen erworbenen Französisch-Kenntnisse weiter ausbauen. „Ich freue mich, dass die französische Sprache einen hohen Stellenwert in Ihrer Schule einnimmt“, sagte Scherer. „Im Eurodistrikt leben viele Menschen, die die Sprache des Nachbarlandes sprechen oder lernen wollen. Die Zweisprachigkeit ist eine wichtige Grundlage für den grenzüberschreitenden Alltag im Eurodistrikt. Und diese gilt es zu fördern“, so der Landrat weiter.„Die lückenlose Fortsetzung des Französisch-Unterrichts in Klasse 5 könnte künftig gefährdet sein“, erklärte der Koordinator des Abibac-Zuges Dr. Wacker. Denn die Bildungsplanreform 2015 des Kultusministeriums sieht nur noch eine Fremdsprache in Klasse 5 und den Beginn der weiteren Fremdsprache in Klasse 6 vor. „Die meisten Eltern und somit auch die Schulen würden sich dann wohl für Englisch entscheiden“, ergänzte der stellvertretende Schulleiter.Landrat Frank Scherer sicherte zu, sich weiterhin für eine Ausnahmeregelung in der Region einzusetzen. Bereits im März habe er in einem Schreiben an Kultusminister Andreas Stoch dafür ausgesprochen, dass zumindest die Wahlmöglichkeit zugelassen werde, in der Rheinschiene in Klasse 5 zwei Fremdsprachen zu lernen. Das Kultusministerium habe mitgeteilt, dass es an einer Lösung arbeite. „Die Region und der Eurodistrikt dürfen keinen Rückschritt erleiden“, so Scherers Credo.Nach dem Informationsgespräch mit der Schulleitung und dem Schulträger nutzte der Landrat die Gelegenheit mit Schülern einer 10. Klasse des bilingualen Zuges und eines Abibac-Kurses über seine Arbeit als Landrat und als Präsident des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau zu sprechen.