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Der Ausschuss für Kultur- und Bildung empfiehlt dem Kreistag des Ortenaukreises, der Einrichtung eines Nationalparks im Bereich Ruhestein / Hoher Ochsenkopf / Plättig und damit teilweise auf Gemarkungen des Ortenaukreises zuzustimmen. Dieser Beschluss erging in der heutigen Sitzung. Am vergangenen Dienstag hatte bereits der Ausschuss für Umwelt und Technik gleichlautenden Beschluss gefasst.Landrat Scherer legte dabei das Augenmerk auf die Rahmenbedingungen, die aus seiner Sicht erfüllt sein müssen, damit ein Nationalpark nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch ökonomisch eine große Chance für die Region bietet. Mit der nun im vorliegenden Nationalpark-Gesetzesentwurf konkretisierten Gebietskulisse des Nationalparks im Bereich Ruhestein / Hoher Ochsenkopf / Plättig (Anteil Gemarkung Oppenau: 5,6 Prozent; Gemarkung Seebach: 3,3 Prozent; Gemarkung Ottenhöfen: 0,8 Prozent), sei eine entscheidende Voraussetzung dafür erfüllt, so Scherer. Nun müsse, betonte der Landrat, das Land auch finanziell die richtigen Rahmenbedingungen setzen und zusätzliche Gelder für Freizeit- und Tourismusinfrastrukturen bereitstellen. Wie auch vom Ausschuss für Umwelt und Technik gefordert, dürfen diese Mittel aber nicht zulasten anderer Förderprogramme für den Ländlichen Raum (z.B. ELR, LEADER, Naturparkrichtlinie) gehen. „Nur dann kann der touristische Mehrwert des Nationalparks auch für die Region wirksam greifen“, bekräftigte Scherer.Der Landrat sprach auch ein zukünftiges Nationalpark-Informationszentrum an. „Mit dem Naturschutzzentrum Ruhestein und dem Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord kann eine Nationalparkverwaltung auf eine jahrelange und erfolgreiche Arbeit zurückgreifen. Es drängt sich geradezu auf, das Naturschutzzentrum als Kernzelle des Nationalparks zu einem zentralen Informationszentrum des Nationalparks auszubauen.“ Der Gesetzesentwurf zu einem Nationalparkgesetz wurde vom Ministerium für den Ländlichen Raum mittlerweile zur Anhörung freigegeben, die bis zum 14. August 2013 dauert. Die betroffenen Kommunen und Landkreise, Verbände, sowie betroffene Eigentümer, Privatwaldbesitzer und Jagdpächter haben damit Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben. Landrat Scherer erklärte, er werde nach erster Durchsicht des Gesetzesentwurfs im Gesetzgebungsverfahren dafür votieren, dass eine Änderung der Gebietskulisse nur mit einer 2/3 Mehrheit des Nationalparkrates möglich sei. Auch solle eine Tourismuskonzeption in die Beschlusszuständigkeit des Nationalparkrats aufgenommen werden.Der Kreistag des Ortenaukreises wird am 9. Juli 2013 seinen Beschluss fassen. Dabei wird auch der Gesetzesentwurf in die Beratungen einfließen.