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Der Ausschuss für Umwelt und Technik empfiehlt dem Kreistag des Ortenaukreises, der Einrichtung eines Nationalparks im Bereich Ruhestein / Hoher Ochsenkopf / Plättig und damit teilweise auf Gemarkungen des Ortenaukreises, zuzustimmen. Dies haben die Mitglieder des Gremiums in ihrer heutigen Sitzung beschlossen.„Ein Nationalpark ist nicht nur ökologisch sinnvoll sondern auch ökonomisch eine große Chance für unsere Region. Die hier schon vorhandene Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur bietet bereits eine gute Basis und kann so weiterentwickelt werden, dass der Nationalpark nicht nur ein Gewinn für die Natur, sondern auch für die Wirtschaft bringt", betonte Landrat Frank Scherer erneut.An den Beschluss des Gremiums ist auch der Auftrag an die Kreisverwaltung geknüpft, die Belange des Ortenaukreises im vorgesehenen Nationalparkrat - insbesondere bei der Ausweisung der Kern- und Managementzonen, der Entwicklung eines professionellen Borkenkäfermanagements, der Entwicklung eines Verkehrskonzepts und touristischer Infrastruktur - aktiv zu vertreten. Landrat Frank Scherer begrüßte in diesem Zusammenhang den heute von Minister Bonde im Kabinett vorgelegten Gesetzesentwurf zum Nationalpark, der beinhaltet, dass der Nationalparkrat paritätisch mit Vertretern von Land und Region besetzt sein wird. „Ich habe immer betont, dass von den regionalen Vertretern alle Bürgermeister und Landräte vertreten sein sollen, deren Gemarkungen von dem Nationalpark-Gebiet berührt werden. Dazu soll ein Vertreter des Naturparks einen Sitz erhalten und die Stimmrechteverteilung nach Köpfen erfolgen. Dies ist im Entwurf nun genauso vorgesehen“ informierte der Landrat.Dr. Wolfgang Schlund, Leiter des Naturschutzzentrums Ruhestein, veranschaulichte die Flächen der ursprüngliche Suchkulisse im Ortenaukreis mit der nun vom Ministerium für Ländlichen Raum vorgegebenen Parkkulisse. Rund 17000 ha Gesamtfläche betrug der ursprüngliche Suchraum, der Anteil des Ortenaukreises lag dabei bei 1170 ha. Die Kulisse umfasst nun 10115 ha Gesamtfläche, auf den Ortenaukreis kommen 935 ha (9,2 Prozent). Wegen der engen Verzahnung von Privatwald und Staatswald, verringert sich mit 212 Hektar der Anteil der Gemarkung Ottenhöfen (Karlsruher Grat) am deutlichsten. „Der Karlsruher Grat liegt aber nach wie vor im Naturschutzgebiet“, betonte Schlund. „Der detaillierte Flächenvergleich zeigt, dass das Ministerium dort Flächen sinnvoll reduzierte, an denen Suchraum an Privatwald grenzte. Damit ist gewährleistet, dass der Nationalpark auch im Ortenaukreis überwiegend an Staatswald angrenzt, womit zusätzlich auch dem Borkenkäfermanagement entsprechend Rechnung getragen wird“, so Landrat Frank Scherer.„Im Acher- und Renchtal verfügen wir mit unserem ÖPNV-Angebot bereits jetzt über gute Zugänge zum Nationalpark. Daran lässt sich ein zukünftiges Nationalpark-Verkehrskonzept anknüpfen“, so Scherer. Wichtig sei es aber nun, so der Landrat weiter, dass der Landtag auch finanziell die richtigen Rahmenbedingungen setze, damit diese Mehrwerte tatsächlich genutzt werden können. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Landespolitik dies erkennt und wir dann in der Region den Nationalpark in jeder Hinsicht zum Erfolgsprojekt entwickeln können!", bekräftigte Scherer.Die Veränderungen im Überblick:Suchraum: Gesamtfläche: 16995 ha Anteil Ortenaukreis: Gesamt: 1170 haSeebach: 340 haOttenhöfen: 265 haOppenau: 565 ha Kulissenvorschlag Ministerium für Ländlichen Raum Gesamtfläche: 10115 haAnteil Ortenaukreis: Gesamt: 935 haSeebach: 347 haOttenhöfen: 53 haOppenau: 535 ha