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4.146 Plätze stehen zum neuen Kindergartenjahr 2013/14 für Kleinkinder unter 3 Jahren im Ortenaukreis zur Verfügung. Das zeigen die Ergebnisse einer vom Landratsamt durchgeführten Umfrage in den 51 Kreisgemeinden. „Ab dem 1. August 2013 besteht nach dem Kinderförderungsgesetz für Kinder mit der Vollendung des 1. Lebensjahres ein Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege“, informiert Sozialdezernent Georg Benz. „Im Unterschied zu vielen Großstädten sind die Gemeinden und Städte im Ortenaukreis gut aufgestellt. Sowohl kommunale und kirchliche Träger haben im Ortenaukreis in den letzten Jahren ihre Anstrengungen zur Einrichtung solcher Betreuungsplätze verstärkt.“Nach der aktuellen Gemeindeumfrage zum Rechtsanspruch werden ab dem neuen Kindergartenjahr 3.305 Kinder betreut, 70 Prozent besuchen eine Kinderkrippe bzw. 23 Prozent der 2- bis 3-Jährigen werden in einer altersgemischten Gruppe betreut. 230 Kinder (7 Prozent) wurden zum 1. Januar 2013 von einer Tagespflegeperson betreut. Der Rechtsanspruch kann laut Umfrage von allen Gemeinden und Städten erfüllt werden. Bei wenigen Gemeinden gibt es temporäre Übergangslösungen und zum Teil eine Verzögerung durch Umbau- bzw. Neubaumaßnahmen von Krippen. „Hierbei wird versucht, den Wünschen der Eltern soweit wie möglich zu entsprechen und einvernehmliche Lösungen zu suchen“, erklärt Hans-Jürgen Lutz vom Jugendamt des Ortenaukreises. Besonders die kleineren Gemeinden haben in den letzten zwei Jahren aufgeholt. 10 Gemeinden haben eine Versorgungsquote zwischen 20 – 30 Prozent, 11 Gemeinden liegen zwischen 30 und 35 Prozent und 30 Gemeinden liegen bereits zwischen 35 und 63 Prozent. Die Nachfrage an Betreuungsplätzen in den Städten und Gemeinden des Ortenaukreises ist zum Teil sehr unterschiedlich und die zu schaffenden Plätze müssen jeweils dem örtlichen Bedarf entsprechen. Gegenwärtig bauen viele Gemeinden ihre Betreuungsplätze weiter aus. 2014/15 kommen noch weitere 233 Plätze hinzu, so dass von einer durchschnittlichen Versorgungsquote von 42 Prozent auszugehen ist.„Das flexible, familiennahe Angebot der Kindertagespflege ist und bleibt fester Bestandteil der kommunalen Infrastruktur. Laut der letzten statistischen Erhebung am 1. März stehen noch 324 Plätze bei Tagesmüttern für unter 3-Jährige zur Verfügung. Durch die Senkung der Elterngebühren an das Niveau der Eigenanteile in Einrichtungen haben die Eltern von kleinen Kindern eine Wahlmöglichkeit zur Krippe“, so Lutz. In 46 Gemeinden halten 365 Tagesmütter auch für die ganz Kleinen bereit. Alle Tagesmütter im Ortenaukreis haben dafür den notwendigen Qualifikationskurs absolviert. Regelmäßige Weiterbildungen sind dabei Pflicht.„Die kontinuierliche Arbeit der letzten 10 Jahre, insbesondere im Rahmen des Ortenauer Bündnisses für Familien, hat für Gemeinden und Träger vor Ort wesentliche Impulse gesetzt. Dies wird durch die Ergebnisse der Gemeindeumfrage eindeutig bestätigt“, betont Benz. „Qualitativ und quantitativ ausgewogene und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote sind ein wichtiger Standortfaktor und mitentscheidend für die Ansiedlung von jungen Familien und Unternehmen in der Region. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Ortenaukreis ist gut aufgestellt, Weiterentwicklungen sind dennoch unerlässlich“, bekräftigt Benz.„In Zukunft wird des darum gehen, die Rahmenbedingungen in Einrichtungen und für Kindertagespflege zu verbessern und in allen Betreuungsformen für eine gute Qualität zu sorgen. Die Daueraufgabe der Kleinkindbetreuung kann nur gelingen, wenn Gemeinden, freie Träger, Einrichtungen und Fachkräfte daran mitwirken. Aufgabe von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik wird sein, entsprechende Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen“, erwartet Jugendamtsleiterin Martina Walter.