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In seiner heutigen Sitzung ist der Projektbeirat Rheintalbahn dem von Landrat Frank Scherer entwickelten und von der Region gemeinsam getragenen Beschlussvorschlag gefolgt und hat die Bahn aufgefordert, die Planung der Antragstrasse durch den Bahngraben Offenburg nicht weiter zu verfolgen und den Antrag auf Planfeststellung zurückzunehmen. Außerdem stellt der Projektbeirat fest, dass ein Tunnel unter dem Stadtwald eine Alternative ist.„Auch wenn alle Finanzierungsfragen noch völlig offen sind, ist es ein wichtiger Meilenstein für die Menschen in unserer Region, dass die menschenverachtende Planung durch Offenburg vom Tisch ist“, so Scherer.„Weil aber ein Tunnel wohl nicht vor 2025 in Betrieb sein wird, müssen Bahn und Bund schon jetzt reagieren und die Menschen entlang des Bahngrabens vor schädlichem Lärm schützen“, fordert Landrat Scherer nach der Sitzung. Bahn und Bund hatten das Lärmsanierungsprogramm wegen der Planung zur Neu- und Ausbaustrecke Offenburg - Kenzingen nicht weiterverfolgt, während die übrigen Streckenabschnitte zwischen Karlsruhe und Basel bereits lärmsaniert wurden. „Mit dem heutigen Beschluss des Projektbeirats zur Antragstrasse in Offenburg gibt es angesichts der neuen Zeitschiene und der sich nahezu verdoppelnden Zugzahlen bis 2025 keinen Grund mehr, die Lärmsanierungsmaßnahmen an der Bestandsstrecke in Offenburg nicht in Angriff zu nehmen“, so Scherer.„Weil den Menschen jetzt schon geholfen werden muss, setze ich mich außerdem dafür ein, dass die EU der lärmgeplagten Bevölkerung in ganz Europa unverzüglich hilft und eine Richtlinie erlässt, nach der alle umrüstbaren Güterwagen mit LL-Sohlen auszurüsten sind“, bekundet Scherer. Mit diesen Bremssohlen reduzieren sich die Rollgeräusche um etwa 10 dB(A) - was das menschliche Ohr als eine Halbierung des Lärms wahrnimmt. „Die Kosten für die Umrüstung auf die LL-Sohle liegen bei höchstens 2.000 Euro pro Wagen. Das heißt für rund eine Milliarde Euro könnten europaweit alle Güterwagen relativ günstig umgerüstet werden“, erklärt Scherer. „Diesen Vorschlag habe ich wiederholt an die EU-Kommission und unsere EU-Abgeordneten herangetragen“, so Scherer weiter.