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Der Ortenaukreis geht den Fachkräftemangel in der Pflege an. In der heutigen Sitzung hat die Verwaltung die Mitglieder des Sozialausschusses informiert, wie die Zahl der Pflegebedürftigen im Ortenaukreis bis 2030 voraussichtlich anwachsen wird und wie der damit einhergehende Mangel an Pflegepersonal eingedämmt werden kann. „Die demographischen Entwicklungen bescheren uns einen Pflegenotstand, dem wir nicht früh genug begegnen können. Wir müssen schon jetzt alles daran setzen, dass kreisweit im Bereich Altenpflege mehr Personal gewonnen, ausgebildet und qualifiziert wird“, so Landrat Frank Scherer.Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg sieht bis zum Jahr 2030 einen Anstieg der über 60-Jährigen auf über 140.000 an der Ortenauer Gesamtbevölkerung, die um 2,6 Prozent auf unter 407.000 zurückgegangen sein wird. Das sind 40.000 Menschen über 60 mehr als noch 2008. Laut Prognosen der Bertelsmann-Stiftung wird sich die Anzahl der pflegebedürftigen Ortenauer bei gleich bleibendem Pflegerisiko um mehr als 5000 auf 15.000 erhöhen.Voraussichtlich werden künftig mehr Menschen professionelle ambulante oder stationäre Pflege in Anspruch nehmen und seltener zu Hause gepflegt werden. Dadurch wird proportional mehr Pflegepersonal erforderlich werden. Ob mehr Pflegekräfte ambulant oder stationär gebraucht werden, spiele weniger eine Rolle, erklärt Georg Benz, Sozialdezernent des Ortenaukreises. Bis zum Jahr 2030 sei unter den genannten Voraussetzungen eine Versorgungslücke von 100 bis 110 Personen jährlich zu schließen. Selbst wenn der Anteil der häuslichen Pflege wider Erwarten stark zunehmen würde, fehlten jährlich dennoch 50 Pflegekräfte.Nachdem Landrat Frank Scherer erstmals 2011 mit Vertretern der Liga der freien Wohlfahrtsverbände diskutiert hatte, rief er auch eine Expertenrunde ein, die sich des Themas annahm, und lud 2012 Vertreter von Einrichtungen der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege zu einem Symposium über die Herausforderungen in der Pflege ein. Dabei wurden die Teilnehmer für das Problem sensibilisiert, die Bedeutung qualifizierten Personals herausgestellt und hilfreiche Vernetzungen vor Ort aufgezeigt.Daran gelte es in den nächsten Jahren weiterzuarbeiten, betont der Landrat. Das Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot für Pflegepersonal müsse ausgebaut werden, die Vergütung leistungsgerecht sein, der Beruf mehr Anerkennung und Wertschätzung erfahren und insbesondere auch junge Leute ansprechen. Das Berufsfeld müsse zudem stärker für Fachkräfte aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund beworben werden. Neben Informationen zu pflegeunterstützender Technik sollten das Ehrenamt gestärkt und niederschwellige Betreuungsangebote entwickelt werden. Hierzu sollten die Akteure im Pflegesektor des Ortenaukreises, die Pflegefachschulen und die Pflegeeinrichtungen sowie die Kommunale Arbeitsförderung und die Agentur für Arbeit weiterhin eng zusammenarbeiten und geeignete Maßnahmen abstimmen.
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