Hilfsnavigation

  • Tulpen
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Kulinarische Ortenau.
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
Vor genau 50 Jahren, am 22. Januar 1963, schlossen Deutschland und Frankreich den Elysée-Vertrag und besiegelten damit weniger als 20 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg ihren Versöhnungswillen. Durch diesen Vertrag stellten der damalige Präsident der Französischen Republik, Charles de Gaulle, und der damalige Bundeskanzler, Konrad Adenauer, die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf eine vertragliche Grundlage und läuteten eine neue Ära der deutsch-französischen Zusammenarbeit ein.„Nach 50 Jahren lässt sich eine äußerst erfolgreiche Bilanz ziehen“, sagt der Präsident des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau und Landrat des Ortenaukreises Frank Scherer. Denn auf allen Ebenen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich vielfältige und enge Beziehungen entwickelt. So gibt es inzwischen unzählige Partnerschaften zwischen Städten links und rechts des Rheins. Das Deutsch-Französische Jugendwerk hat seit seiner Gründung 1963 Millionen von Jugendlichen zusammengebracht, und die deutsche und französische Regierung treffen bei den sogenannten „deutsch-französischen Gipfeln“ zweimal im Jahr zusammen, um über wichtige politische Themen zu beraten.„In unserer Grenzregion spielen die Auswirkungen des Freundschaftsvertrags von 1963 eine ganz besondere Rolle. Die Regionen an der Nahtstelle zwischen beiden Ländern sind Vorreiter der deutsch-französischen Beziehungen und geradezu prädestiniert, als Keimzelle der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu fungieren“, so Scherer weiter. Der Eurodistrikt solle über alle bürokratischen Hürden hinweg zu einer Institution werden, die als Dienstleister seiner Einwohner agiere und auch so wahrgenommen werde. Der Eurodistrikt müsse Erleichterungen für Grenzgänger im Alltag bringen und den Mehrwert für die in der Grenzregion lebenden Menschen und ansässigen Unternehmen optimal nutzbar machen. Vor allem sollen sich die Menschen in der Region einander einfacher begegnen können. Dazu wird laut Scherer in diesem Jahr eine Studie zur Verbesserung des ÖPNV im Eurodistrikt Optimierungsvorschläge machen. Ebenfalls wird eine Gesundheitsstudie erste Handlungsempfehlungen für einen verbesserten grenzüberschreitenden Zugang zu Gesundheitsleistungen abgeben. Weitere Themen sind die Schaffung eines gemeinsamen Kulturraums und die Förderung der Zweisprachigkeit.Darüber hinaus betont der Präsident, „wie wichtig es ist, die Menschen in die Entwicklung der grenzüberschreitenden Region einzubinden“. Deshalb wird der Eurodistrikt im Frühjahr einen Bürgerkonvent organisieren. Dieser soll einen direkten Austausch zwischen den Eurodistriktratsmitgliedern, den Bürgermeistern der Region und der Bevölkerung des Eurodistrikts ermöglichen. Die Zivilgesellschaft wird so die Möglichkeit bekommen ihre Wünsche und Projektideen zu äußern und mit der Politik zu diskutieren. Zum 50. Geburtstag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags werden unter anderem die Parlamente beider Länder gemeinsam morgen in Berlin tagen. Eine eigene Webseite () bietet umfassende Informationen zu den deutsch-französischen Beziehungen und einen Überblick über die Jubiläumsveranstaltungen in beiden Ländern.