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In Offenburg soll eine neue Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit dem Asperger-Syndrom und/oder mit Hochfunktionalem Autismus (HFA) gegründet werden. In der Selbsthilfegruppe tauschen sich Betroffene darüber aus, wie sie ihr Anderssein erleben und wo sie auf Schwierigkeiten im Alltag stoßen. Ziel ist, gemeinsam Wege zu finden, mit Einschränkungen besser umzugehen und diese leichter ausgleichen zu können. Auch soll thematisiert werden, wann ein Rückzug in die „eigene“ Welt wichtig und notwendig ist. Und nicht zuletzt geht es darum, die individuellen Stärken zu erkennen und zu lernen, diese auch zu nutzen.Der Initiatorin der Gruppe ist es wichtig, das Asperger-Syndrom, das medizinisch zum so genannten autistischen Spektrum (AS) gezählt wird, nicht als Krankheit zu sehen, die bekämpft oder geheilt werden muss. Manche Symptome des AS (etwa Beeinträchtigungen im sozialen Bereich, Defizite im Kommunikationsvermögen, sensorische Überempfindlichkeiten) erschweren zwar das Leben in einer von den "Nicht-Betroffenen" geprägten Umwelt und können insofern als eine mehr oder weniger ausgeprägte Beeinträchtigung bis hin zu einer Behinderung verstanden werden. Andere Asperger-Eigenarten hingegen können auch ein Gewinn für die Betroffenen sein. „Asperger sind zwar unheilbar, aber nicht krank.“, so die Initiatorin. „Viele von uns erleben es so, als ob sie in der Welt der „Nicht-Autisten“ auf einem für sie fremden Planeten leben müssen. Ein gewisses Maß an Anpassung an die Lebensbedingungen, die sich uns bieten, ist nötig und sinnvoll. Gleichzeitig ist es aber wichtig, die eigenen Bedürfnisse, die für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar sind, nicht gänzlich aufzugeben.“Interessierte Betroffene mit der Diagnose Asperger oder HFA erhalten weitere Informationen bei der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Amt für Soziale und Psychologische Dienste des Landratsamts, Tel: 0781 805 9771.