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Gewässerrandstreifen

Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen.

Nach § 29 Abs. 1 des Wassergesetzes Baden-Württemberg ist der Gewässerrandstreifen im Außenbereich zehn Meter und im Innenbereich fünf Meter breit. In Ausnahmefällen können breitere bzw. schmälere Gewässerrandstreifen durch Rechtsverordnung festgesetzt werden.

Mit der zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Neufassung des Wassergesetzes für Baden-Württemberg haben sich die Vorschriften zur Bewirtschaftung der Gewässerrandstreifen geändert. Außerdem sind hierzu die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes zu beachten.

In den Gewässerrandstreifen sind Bäume und Sträucher zu erhalten, soweit die Beseitigung nicht für den Ausbau oder die Unterhaltung des Gewässers, zur Pflege des Bestandes oder zur Gefahrenabwehr erforderlich ist.

In den Gewässerrandstreifen sind verboten:

  • die nicht nur zeitweise Ablagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern können oder die fortgeschwemmt werden können, 
  • die Errichtung von baulichen und sonstigen Anlagen, soweit sie nicht standortgebunden oder wasserwirtschaftlich erforderlich sind,
  • das Entfernen von standortgerechten Bäumen und Sträuchern, ausgenommen die Entnahme im Rahmen einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft sowie das Neuanpflanzen von nicht standortgerechten Bäumen und Sträuchern, 
  • der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, ausgenommen in und im Zusammenhang mit zugelassenen Anlagen, 
  • die Umwandlung von Grünland in Ackerland,
  • in einem Bereich von fünf Metern der Einsatz und die Lagerung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, ausgenommen Wundverschlussmittel zur Baumpflege und Wildbissschutzmittel und
  • in einem Bereich von fünf Metern die Nutzung als Ackerland ab dem 1. Januar 2019; hiervon ausgenommen sind die Anpflanzung von Gehölzen mit Ernteintervallen von mehr als zwei Jahren sowie die Anlage und der umbruchlose Erhalt von Blühstreifen in Form von mehrjährigen nektar- und pollenspendenden Trachtflächen für Insekten.

Ausgenommen von der Regelung zum Gewässerrandstreifen sind Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung. Um Informationen zur Einstufung der wasserwirtschaftlichen Bedeutung von Gewässern zu erhalten, klicken sie bitte hier.

Bei geplanten Maßnahmen innerhalb von Gewässerrandstreifen wenden sie sich bitte an Ihre Gemeinde bzw. an das Landratsamt Ortenaukreis.

Nähere Informationen hierzu:

- Wassergesetz Baden-Württemberg

- Wasserhaushaltsgesetz

- Beitrag in der landwirtschaftlichen Fachpresse zum Gewässerrandstreifen vom 16. Januar 2014

- Merkblatt zur Einstufung der wasserwirtschaftlichen Bedeutung von Gewässern

- Anleitung zur Nutzung des Kartendienstes zum Abrufen des AWGN

- Daten- und Kartendienst LUBW