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Wasserkraftanlage

Nutzung der Wasserkraftanlage als eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen

Die Errichtung einer Wasserkraftanlage (WKA) oder die Änderung einer bestehenden Anlage (z.B. Einbau einer Turbine, Anhebung der Stauhöhe, wesentliche Umgestaltung des Ufers des Triebwerkskanales) bedarf der Durchführung eines wasserrechtlichen Verfahrens beim Landratsamt Ortenaukreis – Amt für Umweltschutz –.

Die Wasserkraftnutzung zur Erzeugung regenerativer Energien bietet auf der einen Seite die Chance, Schadstoffbelastungen, insbesondere CO2-Emissionen, bei der Stromerzeugung zu vermeiden und damit einen wichtigen Beitrag zum globalen Umweltschutz zu liefern. Auf der anderen Seite führt die Wasserkraftnutzung in Fließgewässern zu erheblichen Veränderungen in der Gewässerstruktur und in den Lebensgemeinschaften. In diesem speziellen Spannungsfeld ist aus Sicht des Umweltschutzes der Nutzen regenerativer Energieerzeugung für die Umwelt einerseits und die Auswirkungen des Eingriffs in den Naturhaushalt von Fließgewässern andererseits abzuwägen.

Für die Nutzung der Wasserkraft, die eine Inanspruchnahme des Wasserhaushaltes darstellt, bedarf es daher einer rechtlichen Überprüfung und Zulassung.

Die Zulassungsvoraussetzungen für den Bau und Betrieb von WKA sind in Europa-, bundes- und landesrechtlichen Vorschriften geregelt. Sowohl für bestehende als auch für die Zulassung neuer WKA gilt es, Grundsätze darüber aufzustellen, wie der Betrieb für die genutzten Gewässer verträglich gestaltet werden kann, ohne die Belastbarkeit des Gewässers restlos auszuschöpfen. Mittels ausreichend bemessener Mindestabflüsse (Q/min) soll bei WKA sichergestellt werden, dass die Durchgängigkeit für die aquatische Fauna erreicht wird und die Ausleitungsstrecke als naturraumtypischer Lebensraum weitgehend erhalten wird. Die Wehre können meist durch Anbau von oder Umbau in Fischaufstiegsanlagen durchgängig gestaltet werden.

Weitere Informationen: Wasserkrafterlass vom 30. Dezember 2006, Az.: 51-8964.00