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Die "Perspektive 50plus" im Landratsamt Ortenaukeis endet nach zehnjähriger Projektarbeit. Gemeinsam mit acht weiteren Jobcentern in Baden-Württemberg die sich im Oktober 2015 letztmalig zu einer Tagung in Freiburg trafen.

Das Projekt „Perspektive 50plus“ zur Integration von Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre in den Arbeitsmarkt endet nach zehnjähriger Laufzeit zum 31. Dezember 2015. Das in der Kommunalen Arbeitsförderung (KOA), dem Jobcenter des Ortenaukreises, umgesetzte Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) kann eine durchweg positive Bilanz vorweisen: Seitdem die KOA, die zunächst von einem Trägerverein umgesetzte Projektarbeit ab 2008 in Eigenregie übernommen hat, wurden 3.118 Ortenauer, die Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) bezogen, wieder in Lohn und Brot gebracht werden. Durch die Beteiligung am Bundesprogramm sind seit 2008 insgesamt 17,67 Millionen Euro in den Ortenaukreis geflossen. Mit dem Ende des bundesweiten Programms und der Förderung durch das BMAS endet auch die Zielgruppenarbeit für Ältere bei der KOA.

„Die hervorragenden Integrationszahlen konnten durch eine intensive Betreuung der Projektteilnehmer sowie viele innovative Maßnahmen und Aktionen mit und für die Zielgruppe erreicht werden“, resümiert Armin Mittelstädt, Amtsleiter der KOA. So hat ein Persönlicher Ansprechpartner ca. 100 Arbeitsuchende betreut, was im Vergleich zum Regelgeschäft eines Jobcenters eine wesentlich individuellere Beratung ermöglichte. Darüber hinaus konnten Projektteilnehmer passgenau für eine freie Stelle qualifiziert, Unternehmen bei der Einstellung eines Langzeitarbeitslosen finanziell gefördert und das zielgruppenspezifische Know-how des Projektteams durch Schulungen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Um die Gesellschaft und insbesondere Arbeitgeber dafür zu sensibilisieren, dass Arbeitnehmer über 50 Jahre Vorzüge wie Erfahrung, Gelassenheit und Weitsicht mitbringen, betrieb die „Perspektive 50plus“ zudem eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehörten neben Vortragsveranstaltungen für Unternehmen etwa auch eine Online-Jobbörse sowie Publikationen wie Bewerberbroschüren. „Auch die Bereitschaft vieler Unternehmen in der Region, sich auch entgegen verbreiteter Vorurteile langzeitarbeitsloser Menschen mit sogenannten multiplen Vermittlungshemmnissen zu öffnen, hat wesentlich zum Erfolg des Projekts beigetragen. Dafür sagen wir herzlichen Dank“, so Projektleiter Christian Klemp.

Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ basierte auf einem regionalen Ansatz und wurde von 78 regionalen Beschäftigungspakten unterstützt. Um die Beschäftigungsfähigkeiten und -chancen älterer Langzeitarbeitsloser im gemeinsamen Verbund und Austausch zu verbessern, hatte sich die Kommunale Arbeitsförderung mit den Jobcentern in den Kreisen Biberach, Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Freiburg, Lörrach, Tuttlingen und Waldshut zum „Beschäftigungspakt Südwest“ zusammengeschlossen. Dieser konnte bis Projektende rund 10.300 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse der Projektarbeit werden in den neun Jobcentern auch zukünftig Anwendung finden.

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