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Landrat Frank Scherer diskutierte mit Schülerinnen und Schülern einer VAB0-Klasse der Gewerblichen Schule Offenburg

Landrat Frank Scherer informierte sich kürzlich vor Ort über die Sprachförderklassen für jugendliche Zuwanderer an der Gewerblich-Technischen Schule in Offenburg. In zwei Klassen lernen dort 35 jugendliche Migranten und Asylbewerber in einem sog. „Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen“ (VAB0) die deutsche Sprache. Außerdem vermitteln die Lehrkräfte erstes berufsbezogenes Wissen sowie kulturelle Inhalte und geben Hilfestellung bei der Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Einrichtungen.

Im Gespräch mit den jungen Zuwanderern betonte Scherer, wie wichtig es sei, sich schnell zu integrieren. Der erste und grundlegende Schritt sei es, die deutsche Sprache zu lernen. „In der Diskussion wurde schnell klar, wie hochmotiviert und eifrig die jungen Menschen sind“, so der Landrat. „Den Schülerinnen und Schüler brennt vor allem unter den Nägeln, wie es für sie in Deutschland weitergeht.“ „Warum dauert es solange bis ich einen Pass oder eine Krankenkassenkarte bekomme?“, „Was gibt es Neues in der Asylpolitik?“, „Dürfen wir in Deutschland bleiben?“, waren die wichtigsten Fragen, die sie dem Landrat stellten.

„Mit diesem Unterrichtsangebot ermöglichen wir den Jugendlichen neben dem Spracherwerb, wenigstens zeitweise den beengten Verhältnissen in den Unterkünften zu entfliehen, breitere soziale Kontakte zu knüpfen und einen strukturierten Tagesablauf zu erfahren. Und wir machen sie schnellstmöglich fit für einen Einsatz auf dem heimischen Arbeitsmarkt“, stellte Scherer zufrieden fest.

Mit Schulleiterin Monika Burgmaier, Abteilungsleiter Jürgen Meder, den Lehrkräften und Jugendberufshelfern erörterte Scherer danach Chancen und Probleme der VAB0-Klassen sowie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Integration. „Bereits seit dem Schuljahr 2012/13 absolvieren hier an unserer Berufsschule über 100 Jugendliche ein solches Vorbereitungsjahr. Aufgrund der hohen Motivation dieser Schüler übrigens sehr erfolgreich und in angenehmer Lernatmosphäre. Sie erwerben den Hauptschulabschluss, erlernen danach einen Beruf oder arbeiten je nach mitgebrachter Vorqualifikation direkt bei einem Ortenauer Handwerksbetrieb oder in einem regionalen Industrieunternehmen. Manche qualifizieren sich schulisch oder vereinzelt sogar an einer Universität weiter“, so die Schulleiterin voller Anerkennung für die oft traumatisiert ankommenden jungen Menschen.

Am Ende des Besuchs zeigte sich Frank Scherer beeindruckt von der Arbeit an der Schule. „Sie haben sehr engagierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen“, so der Landrat zur Schulleiterin. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass Sie und alle beruflichen Schulen des Kreises uns bei der gesellschaftlichen Aufgabe unterstützen, Zuwanderer möglichst rasch zu integrieren und auf die Arbeitswelt vorzubereiten.“

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