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Der Ortenaukreis als Träger der Renchtalschule in Oberkirch ermöglicht der Stadt Oberkirch die Erweiterung ihrer Realschule. In einem neuen so genannten „Gelenkbau“ zwischen den beiden Schulgebäuden sollen eine Mensa sowie Betreuungs- und weitere Unterrichtsräume eingerichtet werden. In diesem Verbindungsbau ist auch der neue Haupteingang der Realschule mit Treppenhaus und Aufzugsanlage geplant. Eine entsprechende Vereinbarung soll nach dem in der heutigen Sitzung bekundeten Willen des Ortenauer Kreistags mit der Stadt Oberkirch geschlossen werden. Der Oberkircher Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung dem Abschluss einer solchen Vereinbarung ebenfalls zugestimmt. „Mit der nun gemeinsam gefundenen Lösung haben der Ortenaukreis und die Stadt Oberkirch eine wichtige Entscheidung für die Zukunft der Realschule und Renchtalschule getroffen“, erläutert Oberbürgermeister Matthias Braun die Gremienbeschlüsse. „Oberkirch hat dadurch seine Stellung als der zentrale Schulstandort im Renchtal weiter gefestigt.“

„Ich bin sehr froh, dass wir nun eine konstruktive und für beide Seiten optimal nutzbringende Lösung gefunden haben“, zeigt sich auch Landrat Frank Scherer zufrieden. Oberkirch könne nun auf dem bestehenden Campus die für die geplante Realschulerweiterung und deren künftigen Ganztagesbetrieb erforderlichen Räume bauen. Für die kreiseigene Renchtalschule, ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrums mit Förderschwerpunkt Sprache, werde die räumliche Voraussetzung geschaffen, um bei entsprechender Elternnachfrage – wie bereits beim Neubau der Brüder Grimm Schule in Lahr – ebenfalls einen Ganztagesbetrieb einrichten zu können. „Durch die gemeinsame Nutzung von Mensa und Aufzug – beides gibt es in unserem Schulgebäude bisher nicht – erzielen wir größtmögliche Synergieeffekte. Das ist eine Konstellation, die für alle Beteiligten Vorteile bietet. Außerdem werden wir nach den Umbauarbeiten die ohnehin vorgesehene energetische Sanierung der Außenfassade unseres Schulgebäudes realisieren“, erklärte der Landrat.

Zur Realisierung des Projekts verkauft der Kreis die für den Neubau notwendige Grundstücksfläche an die Stadt. Die Renchtalschule darf den neuen Mensatrakt einschließlich des Aufzugs mitnutzen. Dafür beteiligt sich der Kreis mit einem flächenbezogenen Investitionskostenzuschuss in Höhe von drei Prozent an den um die Landesförderung reduzierten Kosten des Neubaus sowie entsprechend der Schülerquote mit 27,5 Prozent an den Kosten des gemeinsam genutzten Aufzugs. Die Kosten für den durch den Gelenkbau notwendigen Umbau im kreiseigenen Schulgebäude übernimmt grundsätzlich die Stadt Oberkirch. Das Geld für die energetische Sanierung der Außenfassade und das Herrichten von Flächen im ersten Obergeschoss für eine spätere Erweiterung der Renchtalschule zur Ganztagsschule steuert der Ortenaukreis bei. Der derzeitige Schulhof der Renchtalschule wird zur Realisierung des Gelenkbaus benötigt. Er wird deshalb auf Kosten der Stadt Oberkirch auf die kreiseigene Fläche zwischen Renchtalschule und städtischer Turnhalle verlegt.

Die kreiseigene Renchtalschule ist eines von insgesamt drei sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit dem Förderschwerpunkt Sprache im Ortenaukreis - ist bisher im Untergeschoss und Erdgeschoss des kreiseigenen Schulgebäudes in der Hansjakobstraße 7 in Oberkirch untergebracht und mit Ausnahme eines Aufzugs barrierefrei ausgestattet. Die Schulräume im ersten und zweiten Obergeschoss waren langfristig an die Stadt Oberkirch zur Nutzung durch die Realschule vermietet.

„Die Schülerzahlen der Renchtalschule wie auch der beiden Sprachheilschulen in Achern-Wagshurst und in Lahr (mit Außenstelle Steinach) sind trotz verstärkter Inklusionsbemühungen weiterhin tendenziell steigend“, informierte Bildungsdezernent Georg Benz. Aktuell werden in der Renchtalschule 112 Schüler aus dem Raum Kehl, Offenburg und dem Renchtal in den Klassenstufen eins bis vier unterrichtet und dabei sprachlich intensiv gefördert. Hinzu kommen zehn weitere Schüler aus dem gesamten Ortenaukreis, die in den Klassenstufen fünf und sechs kreisweit zentral und ausschließlich in Oberkirch unterrichtet werden. Insgesamt sind zehn Klassen mit jeweils zwölf Schülern eingerichtet. Die Renchtalschule verfügt seit Jahren über die kreisweit höchste Rückschulungsquote bereits nach Klasse zwei. „Aufgrund der Intensivförderung durch spezialisierte Sonderpädagogen und die auf die Behinderung der Schüler abgestimmten akustischen und technischen Rahmenbedingungen können über 90 Prozent der Schüler spätestens nach Klasse vier eine weiterführende allgemeine Schule besuchen – und zwar ohne zusätzlichen Inklusions- oder weiteren Förderbedarf“, so Benz. Zukünftig möchte auch die Renchtalschule ein Ganztagesangebot für ihre Schüler entwickeln.

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