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Die Entlass-Urkunde nach rund 43 Jahren im öffentlichen Dienst bekam Dieter Weishaar von Landrat Frank Scherer (rechts) und Andrea Heidenreich vom Ministerium Ländlicher Raum überreicht (links).

Nach fast 43 Jahren im öffentlichen Dienst wurde Dieter Weishaar, Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung beim Ortenaukreis, am Montagabend von Landrat Frank Scherer während einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Im Beisein von Andrea Heidenreich vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Luz Berendt, Präsident des Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Thomas Tremmel, Präsident des Verbands der Teilnehmergemeinschaften, Abteilungspräsident Dieter Blaeß vom Regierungspräsidium Freiburg sowie zahlreichen Bürgermeistern und dem Vorsitzenden des Personalrats, Joachim Haag, würdigte Scherer im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Offenburg den 65-Jährigen als „Landschaftsmodellierer par excellence“. Weishaar habe dafür gesorgt, dass in zahlreichen Flurneuordnungsverfahren im Ortenaukreis die Voraussetzungen geschaffen wurden, dass auch unter schwierigen Bedingungen, wie engen Tälern und steilen Hängen, wieder erfolgreich gewirtschaftet werden konnte.

„Gebt mir einen Platz, wo ich stehen kann, und ich werde die Erde bewegen“- mit diesem Zitat von Archimedes skizzierte Landrat Scherer mit einem Augenzwinkern den scheidenden Amtsleiter. Allein in Rebverfahren habe er in seiner achtjährigen Dienstzeit beim Ortenaukreis 370.000 Kubikmeter Erde bewegen lassen. Außerdem habe er dafür gesorgt, dass so manche Schieflage in der Ortenau wieder ins Lot kam. Wie beim kürzlich fertiggestellten neuen Rebhang im Gebiet Käsreut in Waldulm, das sein bedeutendstes Rebverfahren gewesen sei. Nach der Glättung der Hänge und der Reduzierung der Querneigungen auf ein Minimum sei das Gelände wieder sicher zu bewirtschaften. In seiner Ortenauer Dienstzeit habe Dieter Weishaar an der Landschaft gefeilt, neue Wege geschaffen, Hofzufahrten und Brücken gebaut, Waldgrundstücke erschlossen und steile Hänge abgeflacht - immer mit dem Ziel, die Bewirtschaftung zu erleichtern und so den Landwirtschaftsstandort Ortenau zu stärken.
Nachdem Weishaar im Mai 2007 die Leitung des durch die Verwaltungsreform 2005 in den Landkreis eingegliederten Amts für Flurneuordnung übernahm, habe er seinen Platz im Ortenaukreis und der Kreisverwaltung sehr schnell gefunden. „Und es war auch nicht irgendein Platz – sondern ein ganz bedeutender in und für den Kreis! Sie saßen hier an vielen wichtigen Schaltstellen, bei denen es um die Entwicklung des ländlichen Raums ging. Und Sie haben die Schalter richtig bedient“, so Scherer in seiner Abschiedsrede.

Ministerialrätin Andrea Heidenreich blickte auf die fast 43-jährige Dienstzeit Weishaars zurück und würdigte seine zahlreichen Verdienste um das Flurneuordnungswesen. Besonders hervor hob Heidenreich, neben der technischen Entwicklung und Digitalisierung der Flurneuordnungsverwaltung, die Weishaar früh vorangetrieben habe, seine Verdienste in der Aus- und Fortbildung, sein Engagement im Prüfungsausschuss für den höheren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst und die Mitarbeit in der bundesweiten Arbeitsgruppe „Landmanagement und Bodenordnung“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen.
Weishaar studierte von 1972 bis1978 an der Uni Karlsruhe Vermessungswesen. Nach dem Referendariat fand er seine erste Anstellung 1980 beim damaligen Flurbereinigungsamt Freiburg als Leitender Ingenieur. Ab 1989 bis zu seiner Tätigkeit beim Landratsamt Ortenaukreis arbeitete Weishaar in verschiedenen leitenden Positionen beim Landesamt für Flurneuordnung und Landentwicklung in Kornwestheim.

Nachfolger von Dieter Weishaar ist Ansgar Jäger. Gestern trat der 41-Jährige seine neue Stelle als Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung im Landratsamt Ortenaukreis an. Jäger, aufgewachsen in Wangen im Allgäu, studierte in Stuttgart Geodäsie und Geoinformation und arbeitete anschließend bei einem Straßenplanungsbüro in Offenburg. Nach seinem Referendariat in Ravensburg war Jäger ab 2007 in der Flurneuordnungsverwaltung in Bad Säckingen und Freiburg und dann beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Stuttgart beschäftigt. Seit September 2013 war er dort Leitender Fachbeamter für den Bereich Emmendingen.

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