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Die Wirtschaftsinformatikerin Marlies Pfister (2.v.l), Fachstellenleiterin E-Government im Kanton Aargau in der Schweiz, sprach im 16. Stock des Burda Media Towers in Offenburg zu den Vertretern der acht bundesweiten Modellkommunen »E-Government«.

Im September 2014 wurde der Ortenaukreis zusammen mit sieben weiteren Kommunen vom Bundesministerium des Innern als „Modellkommune E-Government“ ausgewählt. Vergangene Woche trafen sich die acht Modellkommunen aus dem Bundesgebiet auf Einladung des Landratsamtes Ortenaukreis und unter Federführung des Bundesinnenministeriums zu einem zweitägigen Workshop in Offenburg, um gemeinsam Strategien für ein modernes, serviceorientiertes und nachhaltiges E-Government zu entwickeln.

Unter dem Motto „E-Government grenzenlos“ startete der Workshop am Mittwoch (18. November) im 16. Stock des Hubert Burda Media Towers. Landrat Frank Scherer begrüßte die Gäste und betonte, wie wichtig E-Government für den Bürokratieabbau in den Verwaltungen sei. „Auch Politik und Verwaltung müssen in Zeiten von New Media, E-Commerce und Industrie 4.0 umdenken. Besonders im Hinblick auf die demografische Entwicklung, steigende Arbeitsbelastungen und den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte ist E-Government eine logische Konsequenz, welche künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird“, so Scherer.

Anschließend schilderten die Referentinnen Marlies Pfister, Fachstellenleiterin E-Government im Kanton Aargau in der Schweiz und Silke Böhringer, die bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH für Verwaltungsvereinfachung und
E-Government zuständig ist, ihre Erfahrungen beim Aufbau von E-Governement-Prozessen. „Damit E-Government erfolgreich sein kann, braucht es eine starke Vernetzung über die Fachgrenzen, über die Organisationsgrenzen, über die föderalen Grenzen hinweg“, betonte Pfister. Das sei nur möglich, wenn geschlossene Strukturen aufgebrochen und Veränderungen begrüßt würden, so die Wirtschaftsinformatikerin. „Dazu braucht es Bewegung und Mut für Neues.“

Open-Data-Experte Oliver Rack aus Mannheim hielt zum Abschluss ein Plädoyer für das Öffnen von Behördendaten, damit diese von Bürgern, der Wirtschaft und anderen Verwaltungen eingesehen und genutzt werden können.

Den zweiten Tag widmeten die Modellkommunen ihrer aktuellen Projektarbeit. „Dabei war für alle Beteiligten besonders interessant, wie E-Government erfolgreich über Organisationsgrenzen hinaus betrieben werden kann“, informiert Olaf Neumann, Amtsleiter Zentrale Organisation beim Landratsamt Ortenaukreis und dort verantwortlich für die E-Government-Strategie, der die Wichtigkeit des Workshop betonte. „Durch diesen Austausch können wir Modellkommunen uns besser vernetzen und dafür sorgen, dass Erfahrungen – positiv wie negativ – allen Teilnehmern zugänglich gemacht werden und wir auf diesem Weg voneinander profitieren“, so Neumann. Die Modellkommunen erarbeiteten gemeinsam Lösungsansätze zu den Themenfeldern Einsatz von De-Mail, Open Data, Schnittstellen, Marketing, Bürgerportal, E-Payment und elektronischer Posteingang.

Zum Projektende Mitte 2016 wird das Bundesministerium des Innern aus den Erfahrungen der Modellkommunen einen „Leitfaden E-Government“ für alle Kommunen erstellen.

Neben dem Ortenaukreis zählen die Städte Halle (Saale), Ibbenbüren, Düren, Gütersloh und Norderstedt sowie der Landkreis Cochem-Zell und der Heidekreis zu den acht Modellkommunen E- Government. Diese sollen im Rahmen des Bundes-Projekts die Potenziale der Anwendung von E-Government für die Kommunalverwaltungen aufzeigen. Gefragt sind dabei Lösungen und Konzepte, die die Bürgerfreundlichkeit verbessern und die Effizienz des Verwaltungshandelns nachhaltig steigern.

Ein erster Schritt wurde mit der neu gestalteten Webseite www.ortenaukreis.de bereits im vergangenen Jahr getan. „Neben einem modernen und aufgeräumten Design haben wir bei der Neugestaltung größtmöglichen Wert darauf gelegt, dass unsere Internetseite intuitiv bedienbar, barrierefrei und leicht verständlich ist“, informiert Neumann. „Unser Ziel ist es nun, in der Wirtschafts- und Medienregion Ortenau eine Art virtuelles Landratsamt als Zeichen einer innovativen Verwaltung zu installieren, um so den Service und die Dienstleistungsqualität zu verbessern“, betont Neumann.

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