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Auf dem Ost-Areal des Flughafens Lahr wird der Ortenaukreis bis Mitte Dezember eine Container-Unterbringung für 531 Menschen errichten. Das haben die Mitglieder des Verwaltungsausschusses in ihrer heutigen nichtöffentlichen Sitzung einstimmig beschlossen. Zeitgleich mit der Inbetriebnahme sollen die beiden Kreissporthallen in Lahr dauerhaft geräumt und die 260 dann dort untergebrachten Menschen zum größten Teil auf dem Flughafenareal aufgenommen werden. Diesem von Landrat Frank Scherer vorgeschlagenen Entwurf der zukünftigen Flüchtlingsunterbringung für die Stadt Lahr hat der Lahrer Gemeinderat gestern Abend bereits zugestimmt.

„Wir haben intensiv an dieser Lösung gearbeitet und ich freue mich, dass wir nun schnell eine größere Einheit auf dem Flughafen realisieren können. Damit ist der Weg frei, die Schulsporthallen in Lahr wieder zu räumen. Das ist mir sehr wichtig, denn gerade im Hinblick auf den vergleichsweise schon sehr hohen Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund darf die Innenstadt von Lahr keine unverhältnismäßige Dauerbelastung erfahren. Die jetzige Lösung ist deswegen die bessere Alternative als die fortdauernde Belegung der Sporthallen oder die Realisierung von weiteren Objekten in der Lahrer Kernstadt“, erklärte Landrat Frank Scherer.

„Lahr leistet seinen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingsunterbringung im Ortenaukreis“, betonte Wolfgang G. Müller, Oberbürgermeister der Stadt Lahr. „In Anbetracht der Gesamtsituation der Flüchtlingsunterbringung im Ortenaukreis gehen wir in Vorleistung. Wir vertrauen auf die Zusage des Landrats, unmittelbar nach Bezug der Wohncontainer am Flughafen, die beiden Sporthallen des Kreises wieder dem Schüler- und Vereinssport zur Verfügung zu stellen“, so der OB. „Über die generelle Situation der Flüchtlingsunterbringung in Lahr wird die Stadtverwaltung eine Bürgerinformation durchführen, sobald die Einzelheiten der neuen Unterbringung feststehen“, sagte Dr. Müller.

Den laufenden Betrieb der Containerunterbringung auf dem Flughafen übernimmt erstmalig im Ortenaukreis ein Privatunternehmen in einer „All-Inclusive-Lösung“, erläuterte Migrationsdezernent Michael Loritz. Die genaue Fläche sowie die vertraglichen Modalitäten werden derzeit zwischen der IGZ-Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ) und dem Anbieter abgestimmt. Die Laufzeit soll fünf Jahre betragen. „Der große Vorteil an diesem Modell ist die schnelle Verfügbarkeit und Betriebsbereitschaft. Die Firma kann bis Mitte Dezember die Containerlandschaft und deren laufenden Betrieb für 531 Menschen realisieren. Zudem soll sich die Zahl der in der Lahrer Kernstadt selbst untergebrachten Menschen in rund zwei Jahren nochmals um 140 Personen reduzieren, wenn die Containerstandorte im Außenbereich der Ortenauhalle und vor der Gewerbeschule geräumt werden können“, so Loritz.

Für das Jahr 2015 wird bundesweit mit rund einer Million Flüchtlingen gerechnet. Für den Ortenaukreis, der inzwischen 4,59 Prozent des Landeszugangs aufnehmen muss, bedeutet dies bis zu 5.000 Personen, die er vorläufig unterzubringen hat.

Aktuell stehen 3.267 Plätze zur Verfügung, die bis zum 6. November mit 2.533 Personen belegt waren.

Wenn der Flüchtlingsstrom in dieser Höhe auch 2016 anhält, müsste der Ortenaukreis bis zu 9.000 Menschen unterbringen.

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