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Der Begriff „Industrie 4.0“ steht für die Digitalisierung der Industrie und bedeutet die intelligente Vernetzung von Produktentwicklung, Produktion, Personal, Logistik und Kunden unter Verwendung modernster Informations- und Kommunikationstechniken. Um Fach- und Nachwuchskräfte auf die Anforderungen der Industrie 4.0 optimal vorzubereiten, fördert das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg (MFW) die Einrichtung von sogenannten „Lernfabriken 4.0“ an voraussichtlich acht beruflichen Schulen im Land mit insgesamt bis zu vier Millionen Euro.

Auf Initiative von Landrat Frank Scherer hat sich der Ortenaukreis frühzeitig mit der Gewerblich-Technischen Schule in Offenburg um eine von acht Lernfabriken in Baden-Württemberg beworben. Das MFW entscheidet über die Förderanträge in den nächsten Wochen. Vorbehaltlich dieser Entscheidung haben sich die Mitglieder des Kultur- und Bildungsausschusses in ihrer heutigen Sitzung einstimmig für den Vorschlag der Kreisverwaltung ausgesprochen.

„Die Ortenauer Unternehmen generieren über 60 Prozent der Industrieumsätze am südlichen Oberrhein. Das intelligente Zusammenspiel von Mensch, Technik, Organisation und digital vernetze Produktionsprozesse sind daher von existenzieller Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort. Deshalb habe ich die Projektidee einer «Lernfabrik 4.0» in der Ortenau sofort unterstützt und vorangetrieben, damit wir hier vor Ort insoweit Top-Ausbildung und Weiterbildung anbieten können, und so unseren Unternehmen die Fachkräfte der Zukunft sichern zu können“, betonte Landrat Frank Scherer. „Zugleich ist es auch ein sehr guter Image-Faktor für die Ortenau als innovativer Produktionsstandort und moderne Bildungsregion, wenn wir ein Demonstrations- und Lernzentrum 4.0 bekommen, das zeigt, dass in der Ortenau auf dem neuesten Stand, qualitativ-hochwertig und zukunftsorientiert ausgebildet wird. Aufgrund des kurzfristigen Förderaufrufs habe ich deswegen die Bewerbung vorbehaltlich der Entscheidung des Kultur- und Bildungsausschusses eingereicht“, erklärte der Landrat, der das positive Votum des Gremiums begrüßte.

„Neben der umfassendsten Laborausstattung aller gewerblichen Schulen im Ortenaukreis, verfügt die Gewerblich-Technische Offenburg mit ihren spezialisierten Kompetenzbereichen Informatik, Metall-, Elektro- und Automatisierungstechnik auch über die für eine Projektteilnahme erforderliche personelle und fachliche Kompetenz. Investiert werden müsste in eine zusätzliche spezifische Laborausstattung sowie in eine Schulung derjenigen, die die Lernfabrik bedienen“, informierte Bildungsdezernent Georg Benz.

Die vom MFW geförderten Lernfabriken sollen ein Grundlagen- und ein Anwendungslabor beinhalten, wodurch sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Tätigkeiten erlernt werden können. Auszubildende und Teilnehmer von Weiterbildungskursen werden auf Zukunftstechnologien vorbereitet. Außerdem sollen sie mit den Komponenten einer realen Produktionsanlage lernen, wie die Fabrik der Zukunft funktioniert und sich mit den grundlegenden Aufgaben der Automation einer industriellen Fertigung vertraut machen. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

„Eine Lernfabrik 4.0 soll also im Kleinen zeigen, wie eine große Fabrik funktioniert“, verdeutliche Landrat Scherer, der sich bei Schulleiterin Monika Burgmaier für die positive Aufnahme und schnelle Umsetzung der Projektidee bedankte. „Einen großen Dank auch an die beteiligten Unternehmen und die IHK Südlicher Oberrhein für die großzügige finanzielle Projekt-Unterstützung. „Ich freue mich, dass der Ortenaukreis als großer Schulträger gemeinsam mit der Wirtschaft und der IHK die Speerspitze der Ausbildung im Land werden kann“, sagte Scherer.

Stimmt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft dem Projektantrag des Ortenaukeises zu, übernimmt das Land 46 Prozent (384.000 Euro) der Gesamtkosten von rund 836.000 Euro. Dank des Engagements der IHK Südlicher Oberrhein, die bei 16 Unternehmen aus dem Ortenaukreis und den Regionen Emmendingen/Freiburg insgesamt 155.000 Euro Kofinanzierungsmittel einwarb und 20.000 Euro selbst zusteuert, beträgt der Finanzierungsanteil des Kreises mit 277.000 Euro rund ein Drittel der Projektkosten.

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