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„Weil Essen mehr ist“ lautete das Thema einer Tagung für pädagogische Fachkräfte der Kindertagesstätten aus dem Ortenaukreis, die diese Woche (28. Oktober) im Landratsamt in Offenburg stattfand.
Die Kooperationsveranstaltung wurde von den Fachberatungen für Kindertagesbetreuung des Jugendamts des Ortenaukreises, der Diakonie Baden und des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg organisiert.
Jugendamtsleiter Heiko Faller begrüßte dabei rund 85 Vertreterinnen aus über 60 Kindertagesstätten aus dem Ortenaukreis. Faller betonte in seiner Ansprache, wie wichtig und anspruchsvoll die Arbeit mit Kindern sei, und bedankte sich bei den Fachkräften für deren täglichen Einsatz. „Sie sorgen dafür, dass wir uns nicht sorgen müssen, um das, was uns am wertvollsten ist – unsere Kinder“.

Mit der Aufnahme von Kindern unter drei Jahren und dem stetigen Anstieg am Bedarf an Ganztagesplätzen werde der Stellenwert des Essens in den Kindertagesstätten immer wichtiger, informierte Hauptrednerin Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Leiterin der selbstständigen „Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen“ (FVM) mit Sitz in Kandern. „Essen bedeutet nicht nur, Kinder gesund zu ernähren. Essen ist viel mehr“, informierte Haug-Schnabel. „Ernährungsgewohnheiten bilden sich in den ersten Lebensjahren aus und bleiben danach oft ein Leben lang bestehen. Pädagogische Fachkräfte sind neben den Eltern dabei wichtige Lotsen der Kinder und ihre Vorbilder. Bei gemeinsamen Mahlzeiten erleben Kinder Freude am Essen, lernen neue Lebensmittel, Rituale und Regeln kennen. Sie erfahren, was Helfen und Rücksicht nehmen bedeutet. Das braucht Zeit. Mahlzeiten sind deswegen Gesprächszeiten von höchster Priorität“, erläuterte die Verhaltensbiologin.

Das Kennenlernen neuer Nahrung sei wichtig, um eine einseitige Ernährung zu vermeiden. „Auch die unterschiedliche Beschaffenheit des Essens ist notwendig“, betonte Haug-Schnabel. „Die Gebissform und Muskulatur des Gaumens bauen sich über vielseitige Erfahrung mit Essen auf, was sich langfristig auch auf das Sprachverhalten auswirkt“.

Am Nachmittag fanden für die Teilnehmerinnen Arbeitskreise zu den Themen „Essen und Trinken in der Kita als Teil des pädagogischen Profils“, „Kinder unter 3 Jahren in der Kita: Richtig essen lernen - darauf kommt es an“, „Rund ums Essen im Alltag“, und „Ernährungsbildung in der Kindertagesstätte“ statt. Darüber hinaus konnten sich die Erzieherinnen an den Informationsständen über die Angebote der „Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg“, über die Landesinitiative „Bewusste Kinderernährung“ und über das „Präventionsnetzwerk Ortenaukreis“ informieren.

Bettina Springmann–Hodapp vom Jugendamt im Ortenaukreis war sich mit Christine Klein–Gütle von der Diakonie Baden und Clemens Schaub vom Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg einig: „Essen sollte vor allem auch Spaß machen und die Gemeinschaft fördern.“ Die drei Fachberatungen betonen darüber hinaus, dass Essen auch bedeute, „gemütlich zusammenzusitzen und gemeinsam mit Lust und Laune eine Mahlzeit einzunehmen.“
„Essen ist viel mehr als Sattwerden oder die reine Zufuhr von Nährstoffen“, resümierte Bettina Springmann–Hodapp. „Wichtig ist, es den Kindern zu zuhören und sie nicht zum Essen zu zwingen. In den sozialen Interaktionen erhalten Werte wie Hilfsbereitschaft, andere zu unterstützen, Neues auszuprobieren, nein sagen zu dürfen und Vorlieben zu entwickeln, eine erhebliche Bedeutung.

2014 wurden im Ortenaukreis in 267 Einrichtungen insgesamt 16.246 Kinder von 3.016 Erziehern und Erzieherinnen betreut. Die insgesamt 100 Träger, die sich im Ortenaukreis für die Kindertageseinrichtungen verantwortlich zeigen, teilen sich in 21 kommunale, 30 evangelische, 24 katholische und 25 sonstige Träger auf.

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