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Im Ortenaukreis werden Familien im Rahmen der Erziehungsberatung von den Psychologischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche in Trägerschaft des Ortenaukreises und der Caritasverbände Offenburg und Kinzigtal unterstützt. Der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises besprach in seiner heutigen Sitzung anhand des gemeinsamen Berichts der Psychologischen Beratungsstellen die Entwicklungen, Zahlen und Perspektiven der Erziehungsberatung im Jahr 2014. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses begrüßten dabei die positive Entwicklung der Beratungsstellen und betonten, dass auch zukünftig alles getan werde, damit Familien im Ortenaukreis ein ausreichendes Hilfeangebot in der Erziehungsberatung erhalten werden. Der Bericht mache auch deutlich, wie umfänglich und qualifiziert ein großes Leistungsspektrum innerhalb der Jugendhilfe erbracht werde.

In 2148 Fällen leisteten die Beratungsstellen im Ortenaukreis im vergangenen Jahr Erziehungsberatung, informierte Sozialdezernent Georg Benz. „Insgesamt erhielten über 6500 Menschen Beratung und Unterstützung. Vor allem junge Kinder treten im Ortenaukreis immer weiter in den Vordergrund der Bemühungen. Die Hilfe für Kinder unter sechs Jahren hat sich in den letzten sieben Jahren nahezu verdoppelt, bei Kindern unter drei Jahren beinahe verdreifacht. Durch die frühe Unterstützung gelingt es aber immer besser, die Familien zu erreichen, Chancen zur Prävention zu geben und Familien zu unterstützen“, so Benz.

Die Erziehungsberatung ist eine gesetzliche Pflichtleistung der Jugendhilfe im Rahmen der Hilfe zur Erziehung. „Sie dient dazu, Familien in Erziehungsfragen und Problemen zu beraten und zu unterstützen sowie Kindern und Eltern bei Konflikten beizustehen“, erklärte Ullrich Böttinger, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste im Landratsamt.

Die Beratung in Trennungs- und Scheidungsfällen stelle seit Jahren das größte Arbeitsfeld der Psychologischen Beratungsstellen dar. „Erziehungsberatung trägt entscheidend dazu bei, dass die Folgen dieser Umbruchsituationen zumindest abgemildert werden können und es in vielen Fällen zu keinen dauerhaften Störungen kommt“, erklärte Böttinger.

Auch die Beratung in Zusammenarbeit mit dem Familiengericht werde zunehmend wichtiger. Immer häufiger würden in den Psychologischen Beratungsstellen zudem Hilfsangebote für Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen in Anspruch genommen. Daneben wurden in der jüngsten Vergangenheit Angebote der Beratungsstellen verstärkt am Bedarf von Eltern, Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ausgerichtet. „Die Zahl der Menschen aus diesem Personenkreis, die die Beratungsstellen erreichen konnten, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt“, sagte Böttinger. „Im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation gewinnt dieses Aufgabenfeld ganz besonders an Bedeutung, hier ist ein weiterer Anstieg zu erwarten“, so Böttinger.

Die Erziehungsberatung stellt mit über 54 Prozent aller Jugendhilfeleistungen im Ortenaukreis die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfe dar. Auch der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) erkennt die hohe Bedeutung der Erziehungsberatung: „Eine gut ausgestattete Infrastruktur an Erziehungs- und Familienberatung bietet Kinder, Jugendlichen und Familien Unterstützung und Hilfe und ergänzt somit die Sozialen Dienste oder trägt gegebenenfalls auch zu deren Entlastung bei“, heißt es in einem Bericht des KVJS von 2013.

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