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„Gesund älter werden“, unter diesem Motto bietet das Landratsamt Ortenaukreis für Fachkräfte und Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit schon seit 2013 Fortbildungen und Informationsveranstaltungen an. Ziel sei, kreisweit vermehrt niederschwellige und speziell auf ältere Menschen abgestimmte Bewegungsangebote anzuregen. Dies berichtete Ullrich Böttinger, Leiter des Amtes für Soziale und Psychologische Dienste des Landratsamts Ortenaukreis, in der heutigen Sitzung des Sozialausschusses. Gesetzliche Grundlage dieser Dienstleistung sei das Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die zentralen bundes- und landesweit definierten Gesundheitsziele für die Bevölkerung.

„Im Ortenaukreis gibt es bereits eine Vielzahl guter Bewegungsangebote für ältere Menschen. Verschiedenste Träger wie Turnvereine oder Volkshochschulen sind hier sehr aktiv. Wir wollen mit unserem Schwerpunkt „Körperlich, geistig und sozial in Bewegung bleiben“ kreisweite Entwicklungen anstoßen und dabei auf die Zielgruppe sozial benachteiligter älterer Menschen besonders achten“, erklärte Böttinger. „Ich bin froh darüber, dass wir dabei mit dem Zentrum für Bewegungsförderung des Landesgesundheitsamts und dem Kreisseniorenrat Ortenaukreis zusammen arbeiten können.“

Seit der Auftaktveranstaltung im Oktober 2013, bei der rund 150 Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten neben der wissenschaftlichen Grundlage auch gelungene Projekte zur niederschwelligen Bewegungsförderung wie offene Fitness- und Bewegungstreffs oder begleitete Spaziergangsgruppen vorgestellt wurden, haben verschiedene Runde Tische zu der Frage „ Wie organisiere ich ein solches Angebot?“ stattgefunden. In Fortbildungsveranstaltungen wurden Fachkräfte und Ehrenamtliche zu sogenannten „Bewegungsbegleitern“ im speziell für Senioren entwickelten Bewegungsprogramm „Fünf Esslinger“ ausgebildet. Daneben unterstützt der Dienst für Gesundheitsförderung und Soziale Prävention im Landratsamt Vereine, Fachkräfte und Ehrenamtliche durch Projektberatungen, Referentenvermittlung, bei organisatorischen Fragen und durch Weitergabe von Informationen.

„Weil Menschen mit niedrigem Einkommen und Langzeitarbeitslose laut dem vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung eher für die Gesundheit riskante Verhaltensweisen zeigen und eher selten Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, wollen wir besonders diese Zielgruppe über gesundheitsfördernde Lebensweisen aufklären“, betont Böttinger. „Langzeitarbeitslose Menschen haben häufig aus Scham und Unsicherheit eine hohe Hemmschwelle, an öffentlichen Angeboten der Gesundheitsförderung etwa der Krankenkassen oder Volkshochschulen teilzunehmen.“ Besser seien diese Personen zu erreichen, wenn sie persönlich angesprochen werden sprechen, etwa durch ihre Betreuer bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA). Verstärkend wirken auch kostenlose und freiwillige Angebote, so Böttinger. Deshalb habe der Dienst für Gesundheitsförderung zusammen mit der KOA und dem Ernährungszentrum Südlicher Oberrhein als Modellprojekt den Kurs „Aktiv für Ihre Gesundheit“ entwickelt.

In drei Blöcken erhalten ältere, langzeitarbeitslose Menschen Informationen zu den Themen „Gesunde und preiswerte Ernährung“, Bewegung und Rückengymnastik“ und „Entspannung und Stressabbau“. „In diesen Kursen gelingt es gut, die Teilnehmer neu zu einem aktiven Engagement für ihre eigene Gesundheit zu motivieren. Ein wichtiger Nebeneffekt ist, dass die oft zurückgezogen lebenden Menschen neue soziale Kontakte untereinander knüpfen, was ihnen mehr Lebensfreude und Lebenskraft gibt,“ so Böttinger weiter. Und er kündigte an: „Solche Angebote wollen wir deshalb weiterführen. Unser Augenvermerk legen wir daneben weiterhin besonders auf den Erfahrungsaustausch zwischen den in der Seniorenarbeit Aktiven. In den Focus werden wir zukünftig aber auch die Bewegungsförderung bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität und mehr Information für Fachkräfte und Auszubildende in der Altenpflege nehmen. Außerdem wird 2016 das Thema „seelische Gesundheit“ in den Mittelpunkt rücken.“

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